<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367</id><updated>2009-10-17T08:13:21.206-07:00</updated><title type='text'>Prozess- und Informationsmanagement</title><subtitle type='html'>In diesem Blog werden aktuelle Entwicklungen und Trends zum Prozess- und Informationsmanagement kritisch hinterfragt.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>23</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-2033727864266622367</id><published>2008-03-14T01:59:00.000-07:00</published><updated>2008-03-15T13:19:17.710-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Querdenker'/><title type='text'>„Sind sie schon Öko?“ oder  „Vom Kulturwandel in Unternehmen“</title><content type='html'>&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Liebe Leser,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;seit nunmehr fast einem Jahr – ich glaube es begann alles nach dem Orkan Kyrill oder war es Hurricane Katrina, der New Orleans unter Wasser setzte – erleben wir ein Revival der Ökologie. Einklang mit der Umwelt ist Programm und das in fast jeder Nachrichtensendung. Neulich musste ich zu meinem Toyota-Autohändler, ja, der mit dem Prius. Mitten im Verkaufsraum stand dann auch dieses tolle Auto. Hinter dem Auto eine riesige Plakatwand mit zahlreichen Argumenten für Hybrid, und ganz wichtig, mit vielen Bildern, auf denen man mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert wurde. Als Sahnehäubchen lief auf einem in die Wand integrierten LCD-Fernseher – was das wohl kostet – der Film von Al Gore „Unbequeme Wahrheit“. ... oh Gott, fühl ich mich schlecht. Darf ich noch atmen? Dabei entsteht doch auch CO2.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gebe es offen zu. Ich fahre einen SUV. Zu meiner Verteidigung möchte ich allerdings darauf hinweisen, dass ich zwei kleine Kinder habe und damit Platz brauche. Außerdem habe ich einen Russpartikelfilter nachgerüstet und bin jetzt mit grüner Umweltplakette unterwegs. Naja, wobei Umweltinteressen standen bei der Nachrüstung nicht wirklich im Vordergrund, sondern vielmehr die 330 EUR staatliche Förderung, die geringere KFZ-Steuer, der höhere Wiederverkaufswert und – ganz wichtig – die freie Fahrt durch die neuen Umweltzonen. Dass ich damit auch noch was für die Umwelt tue, ist eher ein – von der Gesellschaft gewünschter und mit Steuermitteln finanzierter – Nebeneffekt. Alles in allem ist das und die intensive Pflege unseres Gartens mein ganzer Beitrag zum Thema Umweltschutz. Ich will jetzt gar nicht so labidare Dinge wie Mülltrennung oder den Einsatz von Energiesparlampen anführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle Halt! Glauben Sie, dass ich ein Umweltsünder bin? Sind Sie vielleicht einer? Haben Sie Ihr Umweltverhalten in den letzten Monaten nicht nur überdacht sondern auch geändert und zwar aus Überzeugung? Wenn ja, dann ziehe ich meinen Hut vor Ihnen. Umwelt ist mir wichtig, daran will ich keine Zweifel aufkommen lassen, aber dieses ganze Gerede von CO2 geht mir so was von auf die Nerven. Dann aber mal extra Bleifuß als Protest gegen den Protest. So denken sicher nicht wenige. Das, was wir aber jetzt gerade zum Thema Umwelt erleben, das geforderte, weil notwendige Umdenken hinsichtlich des Umgangs mit natürlichen Ressourcen, erleben viele Unternehmen wenn es darum geht, einen Kulturwandel zu bewirken, z.B. von einer Behörde zu einem kapitalmarktorientierten Unternehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach all der Vorrede: Unternehmenskultur oder genauer die Veränderung der Kultur soll heute Gegenstand meiner Überlegungen sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat man eigentlich den Beamten bei Post, Telekom und Bahn eine Prämie für das Nachrüsten eines Bürokratiepartikelfilters gezahlt? Scherz beiseite. In diesen Unternehmen wird seit mehreren Jahren versucht, den Mitarbeitern Kundenorientierung, effizientes Handeln usw. beizubringen. Es werden Werte definiert wie: "Qualität bestimmt unser Handeln." "Der Kunde ist König." … und, und. Dabei ist die Anzahl der Werte begrenzt, meist auf 5 bis max. 10 Stück. Man soll sie sich ja auch merken können. Ein prüfender Blick enthüllt schnell: Die Werte sind bei fasst jedem Unternehmen gleich. Die Berater, die die Unternehmen bei der Wertedefinition begleiten, bedienen sich scheinbar eines Floskel-Baukastens, aus dem dann in unternehmensindividueller Reihenfolge die Wertebausteine entnommen, noch etwas CI-konform angehübscht und dann in Kraft gesetzt werden. Dann folgt die obligatorische Verkündigung. „Das sind unsere Werte, lebt jetzt danach“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ganze erinnert mich an Mose, der auf dem Berg Sinai von Gott die zehn Gebote (Werte) empfing, dann vom Berg abstieg und mit ansehen musste, dass sein Volk um das goldene Kalb tanzte. Ach die störrischen, dummen Israeliten. Sie wollten die zehn Gebote einfach nicht kapieren. „Du sollst nicht töten“ war einfach zu unklar. Also gab es kurz darauf das Mosaische Gesetz: Klare Ansage: Wer tötet, wird auch getötet. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Jetzt war alles klar. Kam es damit zu dem gottgewollten Kulturwandel? Nein! Das System beruhte auf Zwang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, nach dem Ausflug in die Geschichte zurück zu den Problemen der Unternehmen und den Unternehmenslenkern. Sie verkünden die Werte und die Mitarbeiter nehmen es zur Kenntnis. Ändert sich was? Nicht wirklich. Die bloße Ankündigung bringt nix. Es gehört auch das Vorbild der Führungskräfte dazu und ein klein bisschen Zwang, z.B. eine tantiemerelevante Zielvereinbarung zu den Unternehmenswerten. Dann müsste es funktionieren … glauben Manager und wundern sich, dass immer noch nichts passiert. Warum sind die Mitarbeiter so störrisch und dumm? Sie sind es gar nicht. Allzu oft habe ich es erlebt, dass während des Projektes oder der Projekte „Wertewandel“ – ja manchmal reicht da nicht ein Projekt – sich alle, vor allem die Führungskräfte mit Respekt begegnen, Offenheit pflegen, Mitarbeiter wertschätzen. Das ganze wird ihnen im Rahmen von Workshops beigebracht und die Führungskräfte transportieren die Botschaft an ihre Mitarbeiter weiter. Sie werden außerdem verpflichtet, Maßnahmen zur Verfestigung der Werte zu ergreifen und regelmäßige Wertereports zu erstellen. Jeder will im Verlauf des unternehmensweiten Projektes der beste Werteverkünder sein. Flügel schlagen, ohne wirklich abzuheben. Ist das Projekt vorbei, fangen die Führungskräfte wieder damit an, sich zu zerfleischen, keiner gönnt dem anderen auch nur einen Euro mehr an Budget, jeder hat Angst, Einfluss zu verlieren, jeder will seine Ziele (Kosten) erreichen. Kurzfristdenken setzt wieder ein. Und die Mitarbeiter sehen es und fragen sich zu Recht. „Warum soll ich mich ändern?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„&lt;em&gt;The question of culture has the capacity to annoy anyone seriously interested in the topic&lt;/em&gt;“ - J. Martin&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwei Jahren stellt die Unternehmensführung fest, dass fast alle die Werte kennen, sich aber kaum einer daran hält. Ohne intensive Reflexion der zurückliegenden Geschehnisse oder dezidierter Ursachenanalyse für die mangelnde Akzeptanz wird ein neues Kulturwandelprojekt aus der Taufe gehoben. Das Projektschema ist jedoch fast deckungsgleich mit dem der vorangegangenen Projekte; das Ergebnis damit auch. Ich erzähle Ihnen sicherlich nichts neues, aber es muss gesagt werden. Das Werteempfinden der Mitarbeiter ist nicht nur auf das Unternehmen beschränkt. Hier handelt es sich um Menschen, nicht Maschinen. Menschen werden geprägt durch ihre Sozialisierung, durch ihr Umfeld, am meisten durch ihre Familie. Meine Familie war noch nie in ein Kulturwandelprojekt involviert. Warum eigentlich nicht? Warum wird Kulturwandel außerdem immer von oben angeordnet? Warum belohnt oder fördert das Unternehmen nicht einfach gewünschte Verhaltensweisen? Optimale Arbeitsbedingungen, Auszeichnungen wie „Mitarbeiter des Monats“, Angebot von Fortbildungmaßnahmen, Bereitstellung von Budget für den Bowlingabend der Abteilung usw. Das ist allemal billiger als ein unternehmensweites Großprojekt. Ich gebe zu, es ist aber längst nicht so öffentlichkeitswirksam.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;Bei Kultur gilt das Prinzip steter Tropfen höhlt den Stein. Leider werden viel zu oft Millionen Kubikmeter Wasser innerhalb von Sekunden über den Stein gegossen. Der Stein ist für eine kurze Zeit nass, aber ein Loch? Fehlanzeige! &lt;strong&gt;Kurzfristdenken und Kulturwandel, das passt einfach nicht zusammen&lt;/strong&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-2033727864266622367?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/2033727864266622367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=2033727864266622367' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/2033727864266622367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/2033727864266622367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2008/03/sind-sie-schon-ko-oder-vom-kulturwandel.html' title='„Sind sie schon Öko?“ oder  „Vom Kulturwandel in Unternehmen“'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-8166887514572052191</id><published>2008-03-02T22:55:00.000-08:00</published><updated>2008-03-05T05:26:46.716-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Querdenker'/><title type='text'>Was hässliche Bräute und Muscheln gemeinsam haben</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;in meinem letzten Blog-Eintrag hatte ich den Namen eines bekannten Ostalgie-Brettspiels angeführt: „Überholen ohne Einzuholen“. Nach längerem Überlegen und Diskussionen mit meinen Kollegen kam ich zu folgendem Schluss: Überholen ohne Einzuholen, dass trifft auch auf die Kultur zahlreicher Unternehmen zu. Wie komme ich zu diesem Schluss. Wir leben doch in einer Marktwirtschaft, Geld regiert die Welt. Gewinnstreben müsste das hehre Ziel jedes Unternehmers respektive jedes Unternehmens sein, besser werden; Marktdarwinismus, also „survival of the fittest“ oder „die Besten überleben“. Besser werden um jeden Preis, auch um den der Personalfreisetzung. Schöner Begriff, das klingt nicht so negativ wie Kündigung. Hat aber etwas von Eigentumsverzicht. Du, Arbeiter gehörst mir, du bist Produktionsfaktor, wenn ich dich nicht mehr brauche, lasse ich dich frei. Doch die zigtausend gefährdeten Arbeitsplätze, von denen aktuell in der Presse und im Rundfunk die Rede ist, sind nur die Konsequenz einer Unternehmenskultur, die sich auf Shareholder Value fokussiert. Fast so wie bei Germany’s Next Top Modell. Du musst als Unternehmen sexy sein. Wonach beurteilt man den Sexappeal einer Frau? Natürlich nach Äußerlichkeiten, dem was Man(n) sieht. „Du bist zu dick“. Klare Ansage des Modellcoachs. „Du hast zu hohe Kosten, du musst abspecken.“ Klare Ansage der Aktionäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das Ende vom Lied: Die Strategie oder vielmehr Taktik (Eine Strategie ist ein längerfristig ausgerichtetes planvolles Anstreben einer vorteilhaften Lage oder eines Ziels.) der Unternehmen besteht darin, diesem Anspruch in immer kürzeren Abständen (heutzutage i.d.R. bis zur Vorlage der nächsten Quartalszahlen) zu genügen. Gewinne, ja, das kommt zuerst, doch dann bitte auch alle Fettpölsterchen weg, Body Mass Index &lt; 19. Also wird auf Teufel kommt raus gespart, gekürzt, verzichtet. Von diesem Kurzfristdenken u.a. betroffen: Projekte, wobei die schon gar nicht mehr diesen Namen verdienen. Heute spricht man schon mal gerne von Initiativen. Die können als singuläre Entscheidung existieren und sind, bevor man sie wahrnehmen konnte auch schon wieder vorbei. Denn es geht doch gar nicht mehr um das Wesentliche, nämlich darum, Ursachen für Probleme zu identifizieren und abzustellen. Nein, Quick Wins müssen her, pronto, möglichst schnell, am besten sofort, quick eben. Die Braut - die sonst keiner haben wollte - muss hübsch gemacht werden, Schleier drüber, vor den Altar und hoffentlich ein beiderseitiges „Ja, ich will“ von Aktionär und Unternehmen. Und dann – aaah, alle sind glücklich, haben Tränen der Rührung in den Augen. Bitte noch rasch ein paar Fotos als Erinnerung. So gut werden wir nie wieder aussehen … aber vor der Hochzeitsnacht bitte nicht den Schleier heben, was wäre das für ein Schock. Als großer Grimm-Fan empfehle ich hierzu das Märchen „Jungfrau Maleen“ unter http://www.maerchenlexikon.de/khm/khm-texte/khm198.htm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein anderer hoch interessanter Effekt. Die Mitarbeiter, selber ein Kostenfaktor und damit potenziell gefährdet, verfallen in ein ähnliches Verhaltensmuster wie das Unternehmen in dem sie arbeiten. Ich, Mitarbeiter, muss meinem Vorgesetzten zeigen, dass ich zum einen unersetzbar und zum zweiten völlig ausgelastet bin. Bei mir zu kürzen wäre ein fataler Fehler. Also üben sich alle in operativer Hektik. Doch am Ende alles nur Schein, heiße Luft, tolle Verpackung, wenig oder kein Inhalt. Man fühlt sich geradezu in das 1. Jahrhundert nach Christus versetzt. Damit der römische Kaiser Caligula nicht als großer Versager aus seinem Britanienfeldzug heimkehren musste, ließ er damals seine Truppen an den Stränden des Ärmelkanals Seemuscheln sammeln, die als exotische Beutestücke den Erfolg der Operation suggerieren sollten. Zurück in Rom folgte der obligatorische Triumphzug. Heute wäre das wohl die jährliche Hauptversammlung eines börsennotierten Unternehmens. Natürlich dient operative Hektik vielfach als Deckmäntelchen für andere Probleme, z.B. für eine fehlende Strategie, für mangelnde Führungsstärke, für aufbau- wie auch ablauforganisatorische Unklarheiten, für aufgetretene Fehler, …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Effekt ist in jedem Fall der gleiche. Es wird hektisch mit den Flügeln geschlagen, ohne wirklich abzuheben. Fliegen hat man verlernt, aber es sieht einfach professioneller oder sexy aus, wenn man zum Schein noch so tut, als könne man Fliegen. So einen Mitarbeiter kann man doch nicht einfach freisetzen, glauben viele und trotzdem werden sie entlassen. Positives Gegenbeispiel aus der Natur gefällig? Ameisen, klein aber oho. Ein wahres Gewusel, aber alle – obschon von begrenzter Intelligenz oder vielleicht gerade deswegen – dienen ohne Rücksicht auf eigene Bedürfnisse dem Großen und Ganzen und zwar mit System. Die einen suchen nach Nahrung, andere beschützen die Nahrungssucher und die gesamte Kolonie. Wiederum andere, eigentlich nur eine, nämlich die Königin, legt die Eier, andere kümmern sich um den Nachwuchs. Klare Prozesse, klare Zuständigkeiten, klare Schnittstellen – 100 Prozent effektiv und effizient, klare Strategie „Wir wollen uns vermehren und überleben“. Man sollte meinen, dass das auch für Unternehmen gilt. Leider zeigt uns die Realität zu oft ein anderes Bild.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-8166887514572052191?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/8166887514572052191/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=8166887514572052191' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/8166887514572052191'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/8166887514572052191'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2008/03/was-hssliche-brute-und-muscheln.html' title='Was hässliche Bräute und Muscheln gemeinsam haben'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-7354761386101857557</id><published>2008-02-13T02:30:00.000-08:00</published><updated>2008-03-01T03:08:24.800-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Querdenker'/><title type='text'>Outsourcing - Zurück in die Zukunft</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;In vielen großen Unternehmen gibt es einen Bereich, der so gar nicht für ihre Kernkompetenz steht. Dennoch ist er da und tendiert zu exponentiellem Wachstum hinsichtlich der Kopfzahl, der Standorte, der Kästchen im Organigramm. Er bindet und verbraucht Millionenbeträge und liefert am Ende hoffentlich – in der Regel jedoch nur eingeschränkt messbar – einen Mehrwert. Hier noch ein paar Hinweise auf den betreffenden Bereich. Er hat, obschon er nur ein interner Dienstleister ist, oftmals das Sagen im Unternehmen. Er zeigt die Grenzen des nach seiner Sichtweise Machbaren und beeinflusst damit indirekt die Strategie des Unternehmens. Er gibt Prozesse vor, entscheidet über die Kommunikationswege im Unternehmen, steuert Informationsströme … OK genug Hinweise. Hier nun die 1 Million-Euro-Frage, denn kleinere Beträge sind für diesen Bereich eher die Seltenheit. Von welchem Unternehmensbereich ist hier die Rede:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Personal&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Controlling&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;IT&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Wenn Sie jetzt nicht IT angekreuzt hätten, dann ist Ihr Unternehmen eher die Ausnahme oder Sie haben die Entscheidung getroffen, dass Andere – externe Dienstleister – IT einfach besser können. Wäre Ihre Wahl auf die IT gefallen, dann trösten Sie sich bitte damit, dass nicht alle Unternehmen, die Ihre IT outgesourct haben, damit auch wirklich Geld sparen. Sie fragen zu Recht, wie ich eine solche Behauptung aufstellen kann. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Hier zunächst die reine Theorie. G&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;ründe für Outsourcing (Auswahl):&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Höhere Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Mangel an Know-how oder qualifizierten Mitarbeitern &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Mobilität der Arbeitsplätze und Daten &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Höhere Leistung und bessere Performance &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Schnellere Reaktion auf Veränderungen &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Kosteneffektivität / Kostenreduktion&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;IT-Kosten klar kalkulierbar &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Keine eigenen Investitionen (Software, Hardware, neue Technologien) &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Diese Liste ließe sich beliebig ergänzen, gleichwohl wäre ein Unternehmen, was beabsichtigt, einen oder mehrere der genannten Punkte für sich als strategisches Ziel zu definieren, noch lange nicht davor gefeit, am Ende für IT mehr Geld auszugeben. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Outsourcing ist ein strategisches Konzept im Rahmen von Make-or-Buy-Entscheidungen, hier konkret für die Buy-Entscheidung. IT-Leistungen extern zu beziehen, heißt aber auch, die Unternehmensbereiche, die bislang für IT zuständig waren, aus der Organisation herauszulösen, entweder in Form einer Tochtergesellschaft / Spin off, durch Veräußerung an einen bestehenden IT-Dienstleister oder einfach durch Kündigung, wobei der letztere Weg der wohl langwierigste ist. Ob eine Buy-Entscheidung für IT-Dienstleistungen die bessere Wahl ist, hängt wiederum von verschiedenen Faktoren ab, z.B. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;IT ist keine Kernkompetenz des Unternehmens – klingt simpel, ist aber für das eine oder andere Unternehmen eher mit einem klaren „Jein“ zu beantworten. Ist für Quelle oder Otto IT eine Kernkompetenz? Auf den ersten Blick eher nicht, geht es bei diesen Unternehmen doch vielmehr um Warenlogistik. Aber wie wird der Kundenkontakt hergestellt, werden Bestellungen aufgenommen und an Lieferanten weitergeleitet? Mit Hilfe von IT. Genau genommen sind Quelle, Otto oder besser noch Amazon Informationslogistiker. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die von der IT unterstützten Geschäftsprozesse zeichnen sich durch geringe Komplexität und hohe Stabilität aus, d.h. die im Einsatz befindlichen IT-Lösungen müssen hinsichtlich ihrer Funktionalität, Schnittstellen und Architektur nur selten angepasst werden.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Produkt- und Prozessverantwortlichen im Unternehmen sind in der Lage ihre fachlichen (z.B. Funktionen) und nichtfachlichen (z.B. Performance) Anforderungen an ein IT-System ausreichend detailliert zu beschreiben (Fachkonzept). &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die IT-Lösungen entsprechen marktkonformen, state-of-the-art Standardlösungen, die nur in einem geringen Umfang an die Bedürfnisse des Unternehmens mittels Parametrisierung angepasst wurden. Ooops – ich merk schon, jetzt wird’s detailliert, aber denken Sie in diesem Zusammenhang einfach an SAP, Siebel etc.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Sicherlich erhebt auch diese Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Punkte sollen aber eins deutlich machen. IT-Outsourcing ist für ein Unternehmen, dessen IT-System eine hochdynamische Eigenentwicklung ist, deren Weiterentwicklung von Fachseiten bestimmt wird, die nur über ein begrenztes IT-Verständnis verfügen, eine risikoreiche Alternative mit vielen Fragezeichen und am Ende vielleicht auch mit vielen verlorenen Dollarzeichen bzw. Euro. Lassen Sie mich hierzu folgendes Beispiel geben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Ein Unternehmen betreibt ein IT-System, das zwar ursprünglich von einer Standardlösung adaptiert, jedoch über viele Jahre im Unternehmen weiterentwickelt wurde. Heute ist das System hochkomplex, verfügt über riesige Datenbanken und Schnittstellen zu zahlreichen Umsystemen. Die damit verbundenen Probleme sind vielfältig. Notwendige Anpassungen am IT-System lassen sich nicht kurzfristig umsetzen. Der Betrieb des Systems ist auf Grund einer veralteten Architektur kostenintensiv, z.B. Kosten für Datentransfer und -speicherung. Das System selber zeichnet sich durch eine hohe Störanfälligkeit aus. Die Hardware, für die das System ausgelegt ist, macht aus Altersgründen schlapp. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Das Unternehmen beschließt, Geld zu sparen. Hierzu wird ein Projekt aufgesetzt, mit dem Ziel, dass IT-System zwar ohne Änderungen an den Funktionalitäten dafür jedoch technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Schon kurz nach Projektbeginn wird den Verantwortlichen klar, dass sie für die notwendigen Anpassungen im System diejenigen brauchen, die es ursprünglich entwickelt haben. Einige davon befinden sich bereits im Ruhestand und werden für viel Geld temporär als „Berater“ zurückgeholt. Die restliche Mannschaft wird unter großen Anstrengungen im Reverse Engineering fit gemacht. Das Projekt dauert an. Schwierigkeiten an zahlreichen Stellen. Neue Anforderungen an das System, die den Projektverlauf negativ beeinflussen könnten, werden durch eine „Frozen Zone“ vermieden. Dann Warten, Hoffen, Bangen, wie bei einer Geburt, 9 Monate Schwangerschaft … und dann ist es doch geschafft. Das neue IT-System ist da, allerdings nicht nach 9 Monaten sondern erst nach einigen Jahren. Es sieht für den Anwender nicht wirklich neu aus. Das war auch nie beabsichtigt. Es ist auch noch nicht wirklich schneller und was Aussetzer und Abstürze angeht, ermahnt die IT, dass man sich nicht in die Rolle des Futzifaltenbüglers begeben sollte. Es ist eben wie es ist. Und hinter der Fassade? Immer noch eine Eigenentwicklung! Naja, hier und da hat man mit Klebeband, Nägeln und ein bisschen Spucke nachgeholfen. Wie heißt es bei alten rostigen Autos: „Das wird nur noch von der Farbe zusammengehalten“. Halt! Falls hier ein falscher Eindruck entsteht. Wir reden immer noch von einem wenn auch „überholten“, aber dennoch neuen System. Kennen Sie das Spiel „Überholen ohne Einzuholen.“ Für Ostalgiger wärmstens zu empfehlen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Nun, da das Projekt beendet ist, braucht man die ganzen alten Alt-Know-How-Träger nicht mehr. Sie werden wieder in ihren wohl verdienten Ruhestand entlassen, unfreiwillig begleitet von einer ganzen Anzahl Projekt-/Systemspezialisten und Testern, die man auch nicht weiterbeschäftigen will. Denn mit der neuen Architektur ist alles viel einfacher und geht alles schneller, so zumindest die Erwartung. Deswegen hat man jetzt einen externen Dienstleister gefunden, der das System zukünftig weiterentwickelt. Outsourcing erfolgreich abgeschlossen!? Nein, denn der externe Dienstleister muss das System erst kennen lernen, sich hineindenken, es verstehen (s.o.). Dann der von allen erwartete Moment. Der Dienstleister, jetzt offizieller Träger des schwarzen Gürtels im System-Harakiri, schätzt die Kosten für zukünftige Anpassungen ab. Es folgt, was folgen muss. Die Kosten für eine Änderung liegen weit über den Kosten, die in der Vergangenheit für eine Änderung angefallen sind. Nun endlich könnte der dem Outsourcing nachgesagte Vorteil greifen, nämlich, dass man ja das System nicht permanent ändern muss. Diese Ruhephasen haben das Unternehmen früher viel Geld gekostet. Die Spezialisten saßen rum und warteten auf neue Aufträge. Jetzt beauftragt man den Dienstleister nur im konkreten Bedarfsfall und dieser wird auch nur für die Änderungen bezahlt. Dumm ist nur, wenn die Entwicklungszyklen im neuen System auf Grund des Anforderungsstaus und der nicht wirklich optimalen Architektur keine „Pausen“ vorsehen und konsequenterweise der Dienstleister permanent beauftragt ist. In diesem Fall spart das Unternehmen nix, es legt sogar noch was drauf. Doch die Krux kommt noch. Da man dem neuen Dienstleister nicht über den Weg traut, baut man parallel eine Kontrollorganisation als Substitut zum alten IT-Bereich auf. Und da die Fachseiten nicht wirklich technophil veranlagt sind und auch nicht entsprechend befähigt werden, sieht sich die Kontrollorganisation noch als unentbehrlichen Informationstransformator hin zum Dienstleister, der mit seinem administrativen Selbstverständnis (prüfen, abstimmen, prüfen, abstimmen, beauftragen, testen, abstimmen, …) den Systemänderungsprozess zusätzlich verlängert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Und das Ende vom Outsourcing-Lied „ … außer Spesen nichts gewesen.“ Können Sie dieses Lied auch singen?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-7354761386101857557?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/7354761386101857557/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=7354761386101857557' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/7354761386101857557'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/7354761386101857557'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2008/02/outsourcing-zurck-in-die-zukunft.html' title='Outsourcing - Zurück in die Zukunft'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-3510689474149222997</id><published>2008-01-28T02:15:00.000-08:00</published><updated>2008-01-28T02:19:53.570-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Intellektuelles Eigentum'/><title type='text'>Marketingpolitische Schutzmaßnahmen für Intellektuelles Eigentum</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;hier nun das letzte Kapitel zum Thema „Intellektuelles Eigentum“. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Alles Schutz oder was?&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Marketingpolitische Konzepte für die Verwertung von Intellektuellem Eigentum werden schon seit geraumer Zeit in der populärwissenschaftlichen Literatur thematisiert. Bei genauerer Analyse der einzelnen Diskussionsbeiträge kann man sich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass einige der darin aufgezeigten und als „marketingpolitisch“ klassifizierten Ansätze keine Schutz&amp;shy;maßnahmen im Sinne der hier diskutierten Zusammenhänge darstellen. Denn zum Teil handelt es sich um trendbezogene Geschäftsmodelle und ganz&amp;shy;heitliche Marktbearbeitungstrategien. So werden zum Beispiel Ratschläge gegeben, wie man &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;physische und digitale Distribution ökonomisch sinnvoll miteinander kombiniert,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Wertschöpfungsnetzwerke schafft oder &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Investitionen für Internetaktivitäten durch Online-Werbung refinanziert.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Es ist zu vermuten, dass sich solche Abgrenzungsschwierigkeiten – ungeachtet viel&amp;shy;fältiger Konzeptionen – auf den Mangel ökonomisch fundierter Erklärungen für real beobachtbare Be&amp;shy;sonderheiten im Handel mit geistig-schöpferischen Leistungen zurückführen lassen. Möglicherweise unterliegt deshalb der Begriff „marketingpolitische Schutzmaßnahmen“ in der Literatur mehr oder weniger unterschiedlichen Betrachtungsweisen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Handschellen mit Plüschbezug&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Gegenüber staatlichen, ressourcenbasierten und technischen Schutz&amp;shy;mechanismen sind die grundlegenden Prinzipien der Verringerung von Missbrauchsanreizen bei marketingpolitischen Maßnahmen verschieden. Während Erstere den materiellen und technischen Auf&amp;shy;wand von Missbrauchsaktivitäten erhöhen und/oder die Erfüllung der Vergütungspflicht erzwingen, setzen Letztere bei den Preisen, den Kosten der Aneignung und Nutzung und der Nutzenstiftung intellektueller Güter an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a name="_Toc515438450"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Schutz durch Preis&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;variation&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Anbieter können Preissetzungsspielräume, soweit vorhanden, ausnutzen, um die Preise von intellektuellen Gütern an die individuelle Zahlungsbereitschaft interessierter Nachfrager anzugleichen. Ist ihre Zahlungsbereitschaft hoch, lassen sich Preise mitunter anheben, ohne dadurch missbrauchswirksame Anreize zu geben. Ist stattdessen die Zahlungsbereit&amp;shy;schaft gering, können Preisreduzierungen notwendig sein, um im Nachfragerkalkül die reguläre Beschaffung autorisierter Vervielfältigungsstücke attraktiver erscheinen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a name="_Toc23410538"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a name="_Toc515438451"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Schutz durch geringere Vorleistungen und Transaktionskosten&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Umsetzung von Missbrauchsabsichten ist mit verschiedenen nutzenmindernden Effekten verbunden. Neben einer Reihe anderer Kostengrößen müssen Missbrauchspioniere Kosten der Umgehung technischer Präventionen und der Suche nach geeigneten Ange&amp;shy;botsplattformen für Raubkopien und Imitate berücksichtigen. Missbrauchsfolger tragen zum Beispiel die Kosten für das Auffinden solcher Angebote. Sie nehmen dabei auch die Risiken in Kauf, dass &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;ihre Aktivitäten wahrgenommen und geahndet werden,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die Qualität bezogener Vervielfältigungsstücke nicht ihre Erwartungen erfüllt oder &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;entsprechende Angebote nicht dauerhaft oder in angemessen kurzer Zeit zugänglich sind.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Vor dem Hintergrund dieser direkten und indirekten Kosten einer Schädigung wird es für Rechteinhaber ökonomisch interessant, die Aneignung und Nutzung ihrer intellektuellen Ressourcen für Nachfrager stark zu vereinfachen. So steht es Anbietern beispielsweise offen, den (Internet-)Zugang zu kostenpflichtigen Informationsprodukten be&amp;shy;sonders sicher, schnell und stabil zu gestalten und/oder mit Signaling-Maßnahmen die Suche nach entsprechenden Angeboten zu unterstützen. Einige Autoren sprechen in diesem Zusammenhang von der Maximierung der Bequemlichkeit (Convenience) bei der Inanspruchnahme von Marktleistungen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Ferner können Anbieter die Ausübung ausgesprochener Nutzungsrechte an schöpferischen Leistungen differenziert unterstützen, zum Beispiel über ergänzende Dienstleistungen oder regelmäßige Pro&amp;shy;dukt&amp;shy;erweiterungen und -verbesserungen, die, so man dieses erkennt, nur berechtigten Konsumenten zur Verfügung stehen. Unter der Annahme, dass die Missbrauchskosten und die Zahlungsbereitschaft von Interessenten trotz dieser Maßnahmen weder positiv noch negativ beeinflusst werden, müsste im Kalkül potenzieller Schädiger Missbrauchsverhalten theoretisch an Attraktivität verlieren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a name="_Toc515438452"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Schutz durch &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Beeinflussung des Nutzenwertes&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Dem Problem der unkontrollierten und unkompensierten Diffusion innovativer und kreativer Werke kann durch die Variation ihres Nutzenwertes begegnet werden. Anbieter nehmen damit Einfluss auf die Zahlungsbereitschaft, respektive auf die Missbrauchsanreize interessierter Nachfrager. Auch hier lässt sich das Wirkprinzip einfach nachvollziehen. Im Grunde geht es darum, die Nutzenstiftung der Ergebnisse geistiger Arbeit auf verfügungsberechtigte Akteure zu begrenzen oder für sie zu erhöhen, aber für Schädiger zu minimieren. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Der Mehrwert für Nachfrager, die im Zuge der Ausübung von Verfügungsrechten der Vergütungspflicht nachkommen, besteht unter anderem darin, dass die Eigenschaften intellektueller Güter an ihre jeweiligen Bedürfnisse angepasst und/oder die Güter um nachfragerspezifische Produkte und Leistungen ergänzt werden. Unter der Voraussetzung, dass es unberechtigten Dritten nicht gelingt, diesen Mehrwert abzuschöpfen, verliert für sie die Handlungsoption Missbrauch an Attraktivität. Darüber hinaus stiften hochgradig individualisierte intellektuelle Güter außerhalb ihres Anwendungsfokus in der Regel keinen nennenswerten Nutzen. Interessenten, die nicht im Individualisierungsprozess involviert sind, können durch die Nutzung dieser Güter ihre Bedürfnisse nicht beziehungsweise nicht vollständig befriedigen. Eventuell empfinden sie Gütereigenschaften sogar als nachteilig. Die Gefahr des Missbrauchs sollte infolge ausbleibender Nutzenstiftung oder negativer Nutzeneffekte zusätzlich gemindert werden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-3510689474149222997?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/3510689474149222997/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=3510689474149222997' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/3510689474149222997'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/3510689474149222997'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2008/01/46-marketingpolitische-schutzmanahmen.html' title='Marketingpolitische Schutzmaßnahmen für Intellektuelles Eigentum'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-4448151840614511080</id><published>2008-01-23T22:54:00.000-08:00</published><updated>2008-01-23T23:05:40.215-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Intellektuelles Eigentum'/><title type='text'>Schutztechnologien für Intellektuellles Eigentum</title><content type='html'>&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Der Schutz intellektueller Ressourcen mit technischen Hilfsmitteln kann geschichtlich weit zurückverfolgt werden. Als eine der ältesten Schutztechniken gilt die Skytale von Sparta (circa 500 vor Christus), die zur Übermittlung vertraulicher militärischer Nachrichten eingesetzt wurde. Für den gleichen Zweck entwickelten deutsche Kryptologen die im zweiten Weltkrieg bekannt gewordene Chiffriermaschine Enigma. Die Einsatzziele solcher Kryptografie- beziehungsweise Steganografieverfahren haben sich im Laufe der Zeit nicht wesentlich geändert. Im Grunde geht es darum, die Diffusion sensibler und werthaltiger Information, zum Beispiel geschäftliche Geheimnisse, auf einen fest&amp;shy;gelegten Personenkreis zu beschränken. Unberechtigten Dritten will man die Inter&amp;shy;pre&amp;shy;tation und Verwertung der Information per se verunmöglichen (Nutzungskontrolle). &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Doch das ist nicht der einzige Einsatzbereich von Schutztechnologien. Sie lassen sich auch zur Behinderung und Detektion der missbräuchlichen Appropriation geistiger Leistungen verwenden (Zugangskontrolle). Einige Zugangs- und Zugriffstechnologien, die für die Authentifizierung berechtigter Personen sowie für die Identifizierung und Analyse von Missbrauchsversuchen geeignet sind, werden später noch vorgestellt. Wiederum andere technische Schutzmechanismen können auf die Überwachung der Modifikation und Vervielfältigung innovativer und kreativer Werke (Veränderungs- und Diffusionskontrolle) zielen. Dies manifestiert sich unter anderem darin, dass &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Raubkopien sofort nach dem Reproduktionsvorgang oder nach einer gewissen Zeit unbrauchbar werden,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Imitate und Plagiate sich von Originalen unterscheiden, was die Schadensaufklärung vereinfachen soll, oder&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;der Reproduktionsaufwand erhöht wird, so dass er in keinem ökonomisch akzeptablen Verhältnis zum Nutzen von Produktfälschungen beziehungsweise zu den Opportunitätskosten der erlaubten Aneignung steht.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Als Zwischenergebnis ist festzuhalten: Eigentümer und Urheber versuchen mit Hilfe tech&amp;shy;nischer Schutzmechanismen, die Ausübung von Verfügungsrechten an ihren Ergebnissen schöpferischer Arbeit durch unbefugte Dritte zu unterbinden und/oder solches Verhalten festzustellen. Die jeweiligen Vorkehrungen dienen insbesondere dazu, Missbrauch so zu erschweren und seine Aufdeckung zu beschleunigen, dass die damit verbundenen Kosten und Risiken hoch sind und vor Schädigungsversuchen abschrecken. Man will auf diese Weise die Bereitschaft von Interessenten erhöhen, intellektuelle Güter von verfügungsberechtigten Marktakteuren kostenpflichtig zu beziehen. Gleichzeitig sollen Konsumenten und Wettbewerber in ihren Möglichkeiten eingeschränkt werden, erlaubt oder unerlaubt erworbene Güter in schädigender Absicht zu nutzen, zu reproduzieren und weiterzu&amp;shy;geben. Technischer Schutz stimmt in diesen Punkten mit den Ein&amp;shy;satzzielen von Gesetzen überein. Gleichwohl entstehen Rechteinhabern aus dem Missbrauch ihrer technisch geschützten intellektuellen Güter keine Entschädigungsansprüche für eventuell auftretende Nutzenverluste. Dazu bedarf es notwendigerweise der Flankierung durch juristische Vorkehrungen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Da Entwicklungen bei technischen Verfahren zum Schutz von Intellektuellem Eigentum einer hohen Dynamik unterliegen und vielfältig sind, kann dieser Abschnitt nur einen Überblick über einige der derzeit aktuellsten Protektions- und Detektions&amp;shy;technologien bieten. Zur Vereinfachung ihrer anschließenden ökonomischen Beurteilung wird dabei auf die zuvor getroffene Systematisierung der Kontrollfunktionen zurückgegriffen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Zugangskontrolle&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Für das Management der Zugriffsrechte auf schöpferische Leistungen lassen sich verschiedene Technologien einsetzen. Zu den einfachsten und weit verbreiteten Lösungen zum Schutz massenmarktfähiger Ergebnisse geistiger Arbeit gehören softwaregestützte Abfragen von Schlüsselinformationen, zum Beispiel Registriernummern und Kennwörter. Akteure, die über diese Informationen verfügen, erhalten nach deren Eingabe Zugang zu definierten Bereichen intellektueller Ressourcen. Ein weiteres Verfahren zur Perso&amp;shy;nen&amp;shy;&amp;shy;authentifizierung ist die Prüfung physischer Schlüsselträger wie CDs, Disketten, Dongel oder Speicherkarten. Besitzer dieser Schlüsselträger müssen, um geschützte Ergebnisse geistiger Arbeit einsehen zu können, diese zuvor von speziellen Geräten auslesen lassen. Stimmt die darauf enthaltene Registrierung mit der im System gespeicherten Kennung überein, wird der Zugang freigegeben. Der Vorteil gegenüber rein informativen Schlüsseln besteht im geringeren Risiko des Vergessens und der unkontrollierten Diffusion von Schlüsselinformationen. Als nachteilig kann sich der Transport der Schlüsselträger zwischen verschiedenen Zugangspunkten erweisen, zum Beispiel der Wechsel von Dongeln zwischen mehreren Computern. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, dass Lesegeräte in der Regel nicht zwischen vervielfältigten oder weitergegebenen physischen Schlüsselträgern unterscheiden können. Um diese Pro&amp;shy;bleme aufzuheben, wurde in jüngerer Vergangenheit damit begonnen, individuell verschiedene Körpermerkmale von Personen zur Authentifizierung heranzuziehen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Daneben existieren nicht minder relevante Technologien, deren Aufgabe es ist, das Eindringen in Computernetzwerke zum unberechtigten Zugriff auf darin abgelegte intellektuelle Ressourcen auszuschließen. Dazu zählen unter anderem so genannte Firewalls. Diese Systeme vergleichen die bei jedem Netzwerkzugriff mitgelieferten Informationen &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;zu angeforderten Inhalten, zum Beispiel Programme, Datensätze und Dokumente,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;zur Nutzeridentität, zum Beispiel der Name des Anwenders, und/oder &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;zum Zugangspunkt, zum Beispiel die Seriennummer des Nutzerterminals.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Können die so gesammelten Informationen nicht verifiziert werden, bleiben geschützte Netzwerkbereiche gesperrt. Als Ergänzung oder Alternative zu Firewall-Lösungen bieten Intrusion Detection-Programme Möglichkeiten, die unautorisierte Nutzung von Netzwerken zu diagnostizieren. Diese Programme suchen gezielt nach Abnormitäten im Regelbetrieb der Datenverarbeitung, verfolgen deren Ursachen und Wirkungen und bestimmen den Ausgangspunkt der Normwidrigkeit.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Nutzungskontrolle&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Neben der Zugangskontrolle eignen sich verschiedene Authentifizierungstechnologien auch zur Überwachung der Nutzung und Veränderung intellektueller Güter. So kann etwa das Recht auf die Einsichtnahme in Programmquellcode oder das Kopieren von Musik-CDs von der Eingabe einer Kennung abhängig gemacht werden. Als geeignete Technologie für die Absicherung der Distribution von Informationen in ungeschützten oder nur schwer zu schützenden Kanälen und für die Kontrolle des Konsums werthaltiger Geistesleistungen gilt die Kryptografie. Hierbei werden Text-, Bild- und Tondokumente vom Sender vor der Weitergabe über spezielle, zumeist hochkomplexe mathematische Algorithmen codiert. Nur ausgewählte Empfänger, die für die Nutzung bezahlt oder anderweitig eine Nutzungsberechtigung erwirkt haben, erhalten den Algorithmus und die notwendigen Technologien zur Decodierung. Nutzer, denen der Algorithmus unbekannt ist, sollten theoretisch nicht in der Lage sein, die verschlüsselten intellektuellen Ressourcen zu interpretieren. Ein hinlänglich bekanntes Beispiel für den kommerziellen Einsatz von Kryptoverfahren ist das deutsche Pay-TV-Programm Premiere World.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Veränderungs- und Diffusionskontrolle&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Eine neue und in der Praxis noch wenig verbreitete Schutztechnologie wird in der Literatur unter dem Begriff digitale Wasserzeichen diskutiert. Hierbei handelt es sich um Zusatzdaten, die man in digitalen Medieninhalten oder Fragmenten davon für Nutzer gewöhnlich nicht wahrnehmbar versteckt. Bei unzulässigen Handlungen, zum Beispiel im Zuge der Herstellung von Raubkopien, werden bestimmte Merkmale der Wasserzeichen verändert. Auf diese Weise lassen sich digitale Repliken identifizieren und originale intellektuelle Güter eindeutig einem Urheber zuordnen. Unter Hinzuziehung spezieller Prüfmechanismen ist es mit dieser Technologie außerdem möglich, den Werdegang digitaler Kopien über mehrere Kopierphasen (erste Kopie, Kopie der ersten Kopie) bis zum Original zurückzuverfolgen, um so Hinweise auf die Identität von Schädigern zu erlangen. Darüber hinaus können einmal identifizierte Raubkopien auf vernetzten Computern automatisch gelöscht oder zerstört werden. Zur technischen Unterstützung eines solchen Vorgehens bietet sich der Einsatz Intelligenter Agenten an. Ursprünglich für die Informa&amp;shy;tions&amp;shy;suche in umfänglichen Datenbanken konzipiert, lassen sich diese Programme derart umfunktionieren, dass sie &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;in Computernetzwerken nach veränderten digitalen Wasserzeichen fahnden, &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;gemäß einer Eskalationsstrategie Rechteinhabern Schadensinformationen liefern und &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;nicht autorisierte Vervielfältigungsstücke unbrauchbar machen.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Folgende Tabelle fasst die zuvor genannten technischen Schutzmechanismen für Intellektuelles Eigentum zusammen. Sie enthält auch exemplarisch ausgewählte Anwendungsbeispiele, die in der weiteren Analyse selektiv vertieft werden.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5158935116799698274" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://bp3.blogger.com/_H10NMhssKo8/R5g4J9AiZWI/AAAAAAAAAEo/Cv3irbmmKnc/s320/Schutztechnologien.jpg" border="0" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-4448151840614511080?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/4448151840614511080/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=4448151840614511080' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/4448151840614511080'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/4448151840614511080'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2008/01/schutztechnologien-fr-intellektuellles.html' title='Schutztechnologien für Intellektuellles Eigentum'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_H10NMhssKo8/R5g4J9AiZWI/AAAAAAAAAEo/Cv3irbmmKnc/s72-c/Schutztechnologien.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-8282729356152303003</id><published>2008-01-13T23:58:00.000-08:00</published><updated>2008-01-14T00:02:44.643-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Intellektuelles Eigentum'/><title type='text'>Ressourcenbasierte Schutzmechanismen für Intellektuelles Eigentum</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;um Missbrauch zu verhindern, steht es Marktakteuren frei, auf die Artikulation und Realisierung werthaltiger Ideen zu verzichten, mit anderen Worten, sie sehen von der Schaffung Intellektuellen Eigentums ab. In diesem Fall stellt sich allerdings auch nicht mehr das ökonomische Problem, gegensätzliche Interessen zwischen Anbietern und Nachfragern geistiger Marktleistungen auszugleichen. Da&amp;shy;neben bietet sich die Möglichkeit, nur Teilergebnisse intellektueller Arbeit zu veröffentlichen beziehungsweise ausgewählte Wissensbestandteile zu kodifizieren und einen Teil des innovativen, kreativen Wissens tazit zu halten beziehungsweise nicht zu veröffentlichen. Wenn es gelingt, den Missbrauch offen gelegter intellektueller Ressourcen von der Aneignung unartikulierter beziehungsweise geheim gehaltener Wissensbestandteile ab&amp;shy;hängig zu machen und diese mit dem jeweiligen Wissensträger oder seinem Standort stark verhaftet sind („sticky information“), können Missbrauchsversuche vereitelt werden. Als wesentliche Ursachen und Einflussfaktoren für eine solche Wissensbindung gelten:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die Maßnahmen, mit denen Urheber und Eigentümer die Diffusion ihrer innovativen und kreativen Werke einzuschränken versuchen, zum Beispiel rechtliche und technische Absicherungen,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die Entscheidung von Informationsbesitzern, den Zugang zu geistigen Leistungen kostenpflichtig zu gestalten, zum Beispiel über die Erhebung von Zwangs&amp;shy;gebühren,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die fehlende oder unvollständige Kodifizierbarkeit schöpferischer Fähigkeiten wie auch die Spezifität und Einzelheiten ihrer konkreten Artikulierung, zum Beispiel in komplexen Produktinnovationen,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;der Umfang und die Komplexität der erforderlichen Informationen, zum Beispiel wenn man für die Verwertung intellektueller Güter das Wissen eines ganzen Fachbereichs beherrschen muss.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Diese denkbaren Bestimmungsgründe begrenzen die unkontrollierte Diffusion intellektueller Ressourcen, denn im Falle ihres Vorliegens erhöhen sie den zeitlichen und insbesondere finanziellen Missbrauchsaufwand. Der „Haftungsgrad“ von Wissen ist somit auch eine wichtige Determinante des Missbrauchsrisikos von Intellektuellem Eigentum. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a name="_Toc23410520"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Die Bedeutung komplementärer Ressourcen&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Marktakteure, die beabsichtigen, unerlaubt an fremden Ergebnissen geistiger Arbeit zu par&amp;shy;tizipieren, müssen in der Regel über verschiedene komplementäre Ressourcen verfügen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5155239076374595906" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" height="276" alt="" src="http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/R4sWoFeFSUI/AAAAAAAAAEg/WkLhuE0AtMk/s320/Ressourcen.jpg" width="272" border="0" /&gt; &lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Um das betreffende In&amp;shy;tellektuelle Eigentum für ihre Zwecke verwenden zu können, werden einige Schädiger zum Beispiel in hochgradig kontextspezifische Fähigkeiten, Informationen und Technologien investieren. Zielt Missbrauch auf die Herstellung und den Vertrieb von Raubko&amp;shy;pien, Plagiaten und Imitaten benötigen Produktpiraten und Innovationsfolger ausreichende Fertigungs-, Distributions- und Marketingkapazitäten sowie Zugang zu Absatzmärkten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Aneignung, Erarbeitung und/oder Erschließung dieser Ressourcen gehen oftmals mit zeit- und kostenintensiven Maßnahmen einher, beispielsweise für Lernprozesse oder Anpassungen der technischen Infrastruktur. Schädiger sind daher unter Umständen gezwungen, über einen längeren Zeitraum umfangreiche personelle Kapazitäten vorzuhalten und bei Bedarf einzusetzen. Zusätzlich muss eine gesicherte Finanzierung den Hintergrund der Umsetzung von Missbrauchsmaßnahmen bilden. Sollte es Schädigern verwehrt bleiben, komplementäre Ressourcen unter ökonomisch sinnvollen Bedingungen aufzubauen, verlieren für sie unerlaubte Verhaltensweisen als Handlungsoption an Attraktivität. Von diesen Zusammenhängen können missbrauchsbedrohte Marktakteure auf vielfältige Weise profitieren. Die für die Missbrauchsvermeidung besonders wichtigen Aspekte der Geheimhaltung komplementärer Fähigkeiten wie auch die Sicherung relevanter Informationen und Technologien werden im Folgenden exemplarisch vorgestellt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Geheimhaltung komplementärer Fähigkeiten&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Vervielfältigung, Nachahmung und Veränderung intellektueller Güter setzen bisweilen umfangreiches tazites Wissen voraus, das man über Sozialisation weitergeben, aber nur zum Teil durch Explikation in kodifizierbares Wissen überführen kann. Um zum Beispiel die handwerkliche Kunst der Bildhauerei oder die ingenieurtechnischen Feinheiten von Produktinnovationen aus dem Hochtechnologiebereich zu beherrschen, muss zuvor eine intensive Ausbildung durch befähigte Fachkenner durchlaufen werden. Es gilt also, Marktakteure mit Missbrauchsintentionen zu identifizieren und von der Teilnahme an entsprechenden Schulungen und Unterweisungen auszuschließen. Lassen sich darüber hinaus direkte persönliche Kontakte zwischen Wissensträgern und Schädigern vermeiden, sind Letztere auch nicht in der Lage, durch bloßes Beobachten und Nachahmen missbrauchsrelevantes tazites Wissen zu übernehmen. Einen ähnlichen Effekt erzielt die absichtliche Verschleierung beziehungsweise Rekodierung von bereits kodifiziertem Wissen, zum Beispiel über die Kombination mit speziellen Fachtermini, deren Bedeutung für Außenstehende weitgehend verschlossen bleibt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Schutz komplementärer Informationen&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Für die Identifikation, Aufnahme und Anwendung von externem Wissen bedarf es häufig eines komplementären Informations- und Erfahrungsstands. Die aus dieser Wissensbasis hervorgehende Lernbefähigung bezeichnet man als absorptive Kapazität. Gelingt es Urhebern und Eigentümern innovativer und kreativer Werke, potenziellen Schädigern die Möglichkeiten zum Aufbau absorptiver Kapazitäten einzuschränken, wird unerwünschtes Verhalten erschwert, behindert oder gar abgewendet. Hauptaugenmerk sollte hierbei auf dem Schutz von Informationen liegen, die, sobald sie der Öffentlichkeit zugänglich sind, zur ökonomischeren Realisierung von Missbrauch beitragen können. Dazu zählen zum Beispiel das Wissen über rechtliche Grauzonen der unkompensierten Appropriation kostenpflichtiger geistiger Leistungen oder Angaben zu Schwachstellen technischer Schutzmechanismen.&lt;br /&gt;Sicherung komplementärer Technologien&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Herstellung und die Verwertung von Intellektuellem Eigentum sind in Abhängigkeit seiner konkreten inhaltlichen Ausprägung an bestimmte technische Gegebenheiten gebunden. Einen nicht unerheblichen Teil dieser Voraussetzungen müssen auch Akteure erfüllen, die beabsichtigen, Ergebnisse schöpferischer Arbeit unerlaubt zu appropriieren, zu nutzen und über die Anfertigung von Kopien oder Imitaten zu substituieren. Um beispielsweise komplexe medizinische Geräte nachbauen zu können, braucht es unter anderem hochspezifischer, kostenintensiver Präzisionsmaschinen und -werkzeuge. Bleibt Interessenten der Zugang zu komplementären Technologien verwehrt, sind sie außer Stande ihre Missbrauchsabsichten umzusetzen. Eine solche Situation lässt sich auf mehrere Weisen herbeiführen. So können Rechteinhaber versuchen, potenziellen Schädigern komplementäre Technologien vorzuenthalten, zum Beispiel indem sie mit Technologielieferanten Exklusivverträge schließen. Oder strategisch wichtige Technologien werden selber entwickelt, womit das innovierende Unternehmen die Möglichkeit zur Steuerung der Publikation von Entwicklungsergebnissen behält. Unter Umständen besteht auch die Möglichkeit, das Ausschöpfen technischer Potenziale an spezifisches Fachwissen zu koppeln. Als Beispiel für eine derartige Herangehensweise denke man an CNC-Maschi&amp;shy;nen, für deren Steuerung eine komplexe Programmiersprache beherrscht werden muss. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-8282729356152303003?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/8282729356152303003/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=8282729356152303003' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/8282729356152303003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/8282729356152303003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2008/01/ressourcenbasierte-schutzmechanismen-fr.html' title='Ressourcenbasierte Schutzmechanismen für Intellektuelles Eigentum'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/R4sWoFeFSUI/AAAAAAAAAEg/WkLhuE0AtMk/s72-c/Ressourcen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-5253088959509242051</id><published>2008-01-07T06:07:00.000-08:00</published><updated>2008-01-07T06:20:16.438-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Intellektuelles Eigentum'/><title type='text'>Staatliche Schutzmaßnahmen für Intellektuelles Eigentum</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;privatwirtschaftliche Marktakteure können insbesondere auf zweierlei Weise von staat&amp;shy;lichen Schutzmaßnahmen für Intellektuelles Eigentum profitieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;bietet sich ihnen die Möglichkeit, für Schäden, die der Missbrauch innovativer und kreativer Werke hervorruft, Kompensationszahlungen aus staatlich verordneten Zwangsgebühren zu erhalten. In der nationalökonomischen Theorie gelten Zwangsgebühren, so genannte User Charges oder User Fees, als wichtiges Instrument zur Aufrechterhaltung und Regulierung der Märkte, auf denen nicht rivale (öffentliche) Güter gehandelt werden. Dazu zählen bekanntermaßen auch verschiedene Ausprägungen geistiger Arbeitsergebnisse.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;kann man zur Verteidigung werthaltiger intellektueller Ressourcen auf Regelungen des gewerblichen Rechtsschutzes zurückgreifen.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Zwangsgebühren&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Im Fall von Intellektuellem Eigentum verfolgt der Staat mit Zwangsgebühren verschiedene Zielsetzungen. In erster Linie fungieren sie als Preisersatz (Allokationsmechanismus) für schöpferische Leistungen um Unvollkommenheiten des Marktes auszugleichen. Die Erhebung von Zwangsgebühren trägt aber auch zur Beseitigung öko&amp;shy;nomischer Verzerrungen bei, die durch Missbrauch verursacht wurden oder potenziell verursacht werden. Der Staat beziehungsweise gesetzlich autorisierte Institutionen ziehen dazu von Akteuren sanktionierbare monetäre Kompensationen (Gebühren) für unentgeltlich erfahrenen Nutzen aus der Besitzergreifung, Nutzung, Vervielfältigung und Verteilung intellektueller Güter.&lt;/span&gt; &lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Zwangsgebühren werden auch dann zum Einsatz gebracht, wenn die Umsetzung anderer Schutzmaßnahmen, zum Beispiel durch höhere Kontrollkosten, negative Allokationseffekte auslösen würde. Diese Bedingungen gelten insbesondere für den Schutz digitalisierbarer intellektueller &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Güter.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; In Deutschland sind im Medienbereich bereits seit mehreren Jahren Zwangsgebühren an so genannte Verwertungsgesellschaften abzuführen. Dazu zählen bekannte Beispiele wie&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die von der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) geforderte Gebühr für den Empfang öffentlich-rechtlicher Rundfunkprogramme, &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Sendungs-, Vervielfältigungs- und Vertriebsgebühren für urheberrechtlich geschützte Musiktitel, die an die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) zu entrichten sind, und &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die von der Verwertungsgesellschaft-Wort (VG-Wort) erhobene Abgabe auf den Ver&amp;shy;kauf von Fotokopierern und pro kopierte Seite.&lt;/span&gt; &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;a name="_Toc520124171"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Gewerblicher&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt; &lt;strong&gt;Rechtsschutz&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Der Staat versucht, Gesetze als konkretisierende und konditionierende Vorschriften der Überlassung, des Erwerbs und der Nutzung intellektueller Güter zu positionieren. Im Gegensatz zur Zwangsgebühr wird der Missbrauch intellektueller Güter, soweit er fest&amp;shy;gestellt und Schädigern angelastet werden kann, geahndet und nicht gegen Ent&amp;shy;richtungen pauschaler Kompensationszahlungen geduldet beziehungsweise freige&amp;shy;stellt. Für Markt&amp;shy;akteure soll damit die Sicherheit über potenzielle Folgen ihrer Handlungen erhöht werden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;In diesem Zusammenhang verfolgt der Staat die Absicht, die Suche nach geeig&amp;shy;neten Vertragspartnern zu vereinfachen und Verhandlungen zur Ausgestaltung von Ver&amp;shy;trägen zu verkürzen, das heißt Transaktionskosten von Allokationsprozessen zu ver&amp;shy;ring&amp;shy;ern. Mit der Sanktionswirkung von Gesetzen lassen sich auch eventuell auftretende Allokationsverzerrungen therapieren. Analog zum Schutzmechanismus der Zwangsgebühren müssen Schädiger negative externe Effekte des Missbrauchs internalisieren und für abgeschöpfte positive Externalitäten die dafür ge&amp;shy;forderte Vergütung entrichten, zum Beispiel durch Leistung von Schadensersatz. Auf diese Weise ist es dem Staat im Prinzip möglich, unerwünschte Verhaltensweisen ganz oder teilweise zu unterbinden und die gewünschte Verhaltensweise der legalen Güter- und Werknutzung zu erzwingen beziehungsweise anzuregen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Mit der gesetzlichen Ab&amp;shy;siche&amp;shy;rung, die Nutzung von Intellektuellem Eigentum freizustellen oder zu untersagen und der Durchsetzung von Entschädigungen im Fall einer Missachtung dieser Rechte, können außerdem Urheber und Eigentümer höhere Renditen, mitunter Monopolrenten realisieren. Sie erhalten dadurch Anreize für zukünftige Innovationsvorhaben und für die Kommerzialisierung von bereits erarbeiteten innovativen und kreativen Ideen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;In folgender Tabelle sind die Überlegungen zu den verschiedenen rechtlichen Schutzmechanismen für Intellektuelles Eigentum in einer vergleichenden Darstellung zusammengefasst.&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5152738739688393010" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/R4I0lVeFSTI/AAAAAAAAAEY/wq79b6aqGbo/s320/Schutzmechanismen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Im nächsten Blog: Ressourcenbasierte Schutzmechanismen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-5253088959509242051?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/5253088959509242051/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=5253088959509242051' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/5253088959509242051'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/5253088959509242051'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2008/01/staatliche-schutzmanahmen-fr.html' title='Staatliche Schutzmaßnahmen für Intellektuelles Eigentum'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/R4I0lVeFSTI/AAAAAAAAAEY/wq79b6aqGbo/s72-c/Schutzmechanismen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-1664522155416959647</id><published>2007-12-17T22:59:00.000-08:00</published><updated>2008-01-28T02:20:58.208-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Intellektuelles Eigentum'/><title type='text'>Warum wird Intellektuelles Eigentum geschützt?</title><content type='html'>&lt;a name="_Toc23410472"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;standen im letzten Blog noch die Ursachen des Missbrauchs von Intellektuellem Eigentum im Vordergrund, möchte ich heute als Abschluss für das Jahr 2007 die Verhaltensweisen bedrohter bzw. geschädigter Rechteinhaber hinterfragen. Mit anderen Worten es geht um die &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Ziele des Schutzes von Intellektuellem Eigentum:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a name="_Toc23410473"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a name="_Toc535852928"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a name="_Toc520772382"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a name="_Toc520130168"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;&lt;strong&gt;Staatliche Schutzziele&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Abseits von den hier nicht thematisierten Wohlfahrtseffekten der Vergesellschaftung in&amp;shy;novativer und kreativer Werke versucht der Staat, die Bestreitbarkeit der Märkte für intellektuelle Güter aufrechtzuerhalten. Mit der Festsetzung institutioneller Rahmenbedingungen beabsichtigt er einmal, das Risiko des Marktversagens durch wirtschaftspolitisch unerwünschte Externalitäten aus dem Missbrauch geistiger Arbeitsergebnisse zu minimieren und Anreize für staatlich zielkonforme Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen zu schaffen. Zum anderen zielen staatliche Regulierungs&amp;shy;maßnahmen zur Begrenzung des Grades und der Dauer der Exklusion unberechtigter Dritter von positiven Nutzeneffekten schöpferischer Leistungen – unabhängig von Partikularinteressen der Rechteinhaber – auf &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;die Intensivie&amp;shy;rung des Innovations- und Kreativitätswettbewerbs, &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;die Steigerung des Wirtschaftswachstums und&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;die Förderung der kulturellen Entwicklung der Gesellschaft.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/span&gt;&lt;a name="_Toc520130169"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;&lt;strong&gt;Privatwirtschaftliche Schutzziele&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Im Gegensatz zum Staat ist die Konzeption und Instrumentalisierung von Schutzmechanismen durch privatwirtschaftliche Marktakteure weniger auf marktregulierende oder wohlfahrtsbezogene Aspekte ausgerichtet. Es wird damit vielmehr die Absicht individueller Bedürfnisbefriedigung aus der ökonomischen Leistungsverwertung innovativer und kreativer Werke verfolgt. Dementsprechend dienen Maßnahmen zur Bewahrung Intellektuellen Privateigentums vor unkompensierter Vergesellschaftung dem Erhalt des da&amp;shy;raus erzielbaren Nutzens. Vor dem Ablauf gesetzlich definierter Schutzfristen beziehungsweise bevor Rechteinhaber Innovationsinvestitionen amortisieren und darüber hinaus angemessene Gewinne realisieren konnten, soll die unautorisierte Ausübung von Verfügungsrechten an intellektuellen Gütern verhindert werden. Daneben will man die aus dem Neuheitsgrad und Innovationsgehalt intellektueller Güter resultierenden Wettbewerbsvorteile und Alleinstellungsmerkmale erhalten und die durch innovativen Vorsprung eingenommene Marktstellung langfristig absichern und wenn möglich ausbauen. Um dies zu erreichen, können Schutzmaßnahmen darauf abzielen, bestehende Wettbewerber zu verdrängen oder potenzielle Konkurrenten durch die Errichtung von Marktschranken am Markteintritt zu hindern.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Ich wünsche Ihnen ein besinnliches Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Nach der Vorstellung ausgewählter Schutzmechanismen werde ich im neuen Jahr den Exkurs zum Thema Intellektuelles Eigentum beenden (eine umfassende Analyse der Thematik finden Sie in dem von mir verfassten Buche - Feuerzangenbowle lässt grüßen - "Intellektuelles Eigentum im Zeitalter von Digitalisierung und Internet" &lt;a href="http://books.google.com/books/duv?id=Uxye7TUZZsQC&amp;amp;hl=de"&gt;http://books.google.com/books/duv?id=Uxye7TUZZsQC&amp;amp;hl=de&lt;/a&gt;) und zu der gewohnt satirischen Analyse tagesaktueller Entwicklungen im Bereich Wissensmanagement und Prozessmanagement zurückkehren. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;Ich hoffe, Sie bleiben mir als Leser gewogen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-1664522155416959647?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/1664522155416959647/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=1664522155416959647' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/1664522155416959647'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/1664522155416959647'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/12/warum-wird-intellektuelles-eigentum_17.html' title='Warum wird Intellektuelles Eigentum geschützt?'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-859816259419379321</id><published>2007-12-05T03:52:00.000-08:00</published><updated>2008-01-28T02:21:09.613-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Intellektuelles Eigentum'/><title type='text'>Warum wird Intellektuelles Eigentum missbraucht?</title><content type='html'>&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;im letzten Blog habe ich aufgezeigt, warum die unrechtmäßige Anneignung von Intellektuellem Eigentum besonderes einfach ist. Heute möchte ich die Beweggründe der Schädiger hinterfragen. Im Wesentlichen lassen sich drei Zielsetzungen für Missbrauch ausmachen:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Monetäre Ziele&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Monetäre Missbrauchsziele kann man auf folgenden Nenner bringen: Diskretionäre Handlungsspielräume werden zur Abschöpfung von Produzentenrente opportunistisch ausgenutzt. Das bedeutet, dass Schädiger versuchen, sich den aus impliziten und expliziten Nutzenerwartungen abgeleiteten Marktwert intellektueller Güter anzueignen und an positiven externen Effekten aus der Güterverwertung zu partizipieren. Dies geschieht jedoch eigennützig, gegen den Willen und ohne angemessene Entlohnung beziehungsweise Entschädigung der Rechteinhaber. Darin eingeschlossen ist einmal der Aspekt, dass Interessenten mit der unerlaubten Appropriation geistiger Leistungen beab&amp;shy;sichtigen, Kosten für die Entwicklung oder Anschaffung von marktgängigem, reputierlichem und/oder hoch empirischem Intellektuellem Eigentum einzusparen. Zum anderen können fremde innovative und kreative Werke in die Herstellung substitutiver Vervielfältigungsstücke einfließen. Treffen Imitatoren beziehungsweise Produktfälscher mit entsprechenden Angeboten auf eine wirksame Nachfrage, nehmen die Investitionsrenditen der Rechteinhaber ab.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;a name="_Toc518795133"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Wettbewerbsstrategische Ziel&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;setzungen&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Daneben gibt es eine Reihe wettbewerbsstrategischer Missbrauchsziele, die zum Teil in&amp;shy;direkt oder zeitverzögert monetäre Konsequenzen nach sich ziehen können. Sobald Schädiger Abnehmer für Raubkopien und Imitate gewinnen, bauen sie ihre Marktanteile aus und reduzieren die Nutzung von Originalen, respektive die Marktanteile von Rechteinhabern. In engem Zusammenhang mit dieser Zielsetzung kann man folgern, dass sich durch Adoption und Imitation geistiger Leistungen ex ante Unsicherheiten hinsichtlich des Innovationserfolgs und nicht zuletzt Risiken der Markterschließung und -durchdringung mindern lassen. Hinzu kommt, dass der Diebstahl und die missbräuchliche Nutzung intellektueller Ressourcen die Möglichkeit bietet, Monopole zu umgehen, die durch innovative Pionierführerschaft oder rechtliche Absicherung der Verfügungsrechteautonomie entstanden sind. Wettbewerber, die bislang nicht die Märkte beziehungsweise Marktsegmente von Originalanbietern bedienen, werden zudem in die Lage versetzt, &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;künstlich geschaffene, zum Beispiel über rechtliche Schutzfristen,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;ressourcenabhängige, zum Beispiel manifestiert in den Fähigkeiten und dem Know-how der Mitarbeiter, und/oder&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;ökonomisch induzierte, zum Beispiel als Folge von Skaleneffekten,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Markteintrittsbarrieren abzubauen. Darüber hinaus kann Missbrauch auf die Entwick&amp;shy;lung neuer intellektueller Wirtschaftsgüter ausgerichtet sein, mit denen sich später neue Märkte oder Marktsegmente erschließen lassen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;a name="_Toc23410449"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Aufmerksamkeitsökonomische Aspekte&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Auch das Nachgehen eines Hobbys, Selbstdarstellung, die Erlangung von Ruhm und Pro&amp;shy;minenz sowie persönliche Herausforderung bei Manipulations- und Kompromittierungsversuchen können Ziele des Missbrauchs intellektueller Leistungen sein. In diese Zielkategorie fällt nicht zuletzt der Aspekt der freien Weitergabe unerlaubt angeeigneter und vervielfältigter Ergebnisse geistiger Arbeit an Dritte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-859816259419379321?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/859816259419379321/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=859816259419379321' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/859816259419379321'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/859816259419379321'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/12/warum-wird-intellektuelles-eigentum.html' title='Warum wird Intellektuelles Eigentum missbraucht?'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-7157922796078514930</id><published>2007-11-06T00:09:00.000-08:00</published><updated>2008-01-28T02:21:19.855-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Intellektuelles Eigentum'/><title type='text'>Intellektuelles Eigentum - Warum der Missbrauch so einfach ist!</title><content type='html'>&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;in Fortführung der Post-Reihe zum Thema "Intellektuelles Eigentum" möchte ich heute Antworten auf die Frage liefern, warum der Missbrauch von Intellektuellem Eigentum oder genauer die unrechtmäßige Anneignung und Verwertung intellektueller Ressourcen besonders einfach bzw. lohnend ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;In den Eigenschaften von intellektuellem Eigentum liegt der Schlüssel:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;1. &lt;/span&gt;&lt;a name="_Toc23410428"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;&lt;strong&gt;Digitalisierung von Intellektuellem Eigentum&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;E&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;in erster Ansatzpunkt für eine differenzierte ökonomische Beurteilung der Schutz&amp;shy;be&amp;shy;dürf&amp;shy;tigkeit verschiedener Ausprägungen des Intellektuellen Eigentums ist – als Gegen&amp;shy;stück zur physischen Manifestierung – ihre Digitalisierbarkeit. Der Digitalisierungsgrad bestimmt, wie in der Beschreibung der weiteren Eigenschaften anhand von Beispielen verdeutlicht, maßgeblich die Möglichkeiten und Kosten der Reproduktion und Distri&amp;shy;bution menschlicher Geistesleistungen. Intellektuelles Eigentum, zum Beispiel Musik, Software, Filmaufnahmen, in digitale Einheiten zu überführen, bedeutet, dass die ihm zugehörigen beziehungsweise innewohnenden Informationen in Datenketten (Binärcode) umgewandelt werden. Diesen zunehmend einfachen und wenig kostenintensiven Prozess kann man sinnbildlich als Übergang von Atomen zu Bits beschreiben. Daneben existieren Intellektuelle Güter, die man bisher nicht digitalisieren kann. Dazu zählen materialisierte Ergebnisse geistiger Arbeit, zum Beispiel Skulpturen und Gemälde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a name="_Toc23410429"&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;2. &lt;/span&gt;&lt;a name="_Toc535852882"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;&lt;strong&gt;First Copy Cost und die Möglichkeit zur Reproduktion Intellektuellen Eigentum&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;s&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;em&gt;Kostenverläufe&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Schaffung und die Konkretisierung von Intellektuellem Eigentum sind häufig mit hohen und zudem gewidmeten Anfangsinvestitionen (First Copy Cost) verbunden, die Fixkostencharakter tragen. Im Verhältnis entstehen bei seiner Vervielfältigung oftmals weitaus geringere variable Stückkosten. Eine solche Kostenstruktur zieht in der Mehrzahl aller relevanten Fälle Economies of Scale nach sich. Die Gründe hierfür sind im Wesentlichen darin zu suchen, dass mit proportional zunehmender Ausbringungsmenge durch Fixkostendegression die durchschnittlichen Stückkosten überproportional sinken. Das Ausmaß und die Möglichkeiten zur Realisierung von Skaleneffekten werden insbesondere vom Grad der Digitalisierbarkeit innovativer und kreativer Werke bestimmt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Gesamtkostenverläufe materieller, nicht digitalisierbarer Intellektueller Güter entsprechen durch nicht zu vernachlässigende variable Stückkosten annähernd denen klassischer physischer Produktionsprozesse. Als Beispiel lassen sich Automobile und medizinische Geräte anführen, deren Entwicklung relativ hohe Kosten verursacht. Diese Güter können nicht ohne erheblichen Aufwand reproduziert werden. Für ihre Reproduktion bedarf es, um nur einige Voraussetzungen zu nennen, &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;kostenintensiver technischer Hilfsmittel, zum Beispiel Maschinen und Werkzeuge,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;infrastrukturellen Voraussetzungen, zum Beispiel ausgedehnte Räumlichkeiten, sowie&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;physischen Vorleistungen, Vorleistungsprodukten und Werkstoffen.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Darüber hinaus benötigen Hersteller methodische Fähigkeiten, Erfahrungen und dezidiertes Know-how sowohl im Erkennen der in materiellen innovativen und kreativen Werken enthaltenen Information als auch für ihre Übertragung durch Werkstoffbearbeitung auf andere physische Objekte. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Ausgeprägte First Copy Cost-Strukturen findet man in Indu&amp;shy;strien mit hohem Empiriegrad, das heißt Industrien, in denen Innovationen oft zufällig oder durch hohen Aufwand gefunden werden, sich dann aber durch einfach zu kopierende (digitalisierbare) Formeln, Diagramme und Beschreibungen ausdrücken beziehungsweise kodifizieren lassen. Dazu gehören etwa die Chemie, Pharmazie und Mikroelektronik. Doch auch die Herstellung digitalisierbarer Medienprodukte ist in der Regel durch relativ hohe First Copy Cost gekennzeichnet. Produzenten solcher Intellektueller Güter bietet der Einsatz digitaler Reproduktionstechnologien die Möglichkeit, die Herstellung von Kopien für den Weiterverkauf ökonomischer zu realisieren. Im Vergleich zu den Voraussetzungen für die physische Reproduktion Intellektueller Güter sind dabei anfallenden Kosten zwar eher gering, aber ausschlaggebend für die Bereitschaft, Intellektuelles Eigentum gegen den Willen der Rechteinhaber zu appropriieren und zu nutzen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;&lt;em&gt;Qualitäts- und Zeiteffekte&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Qualitäts- und Zeiteffekte der Vervielfältigung sind ebenfalls von Bedeutung. Sie stehen – wie die Reproduktionskosten – in enger Verbindung zur Digitalisierbarkeit. Eine Kopie von digitalisiertem Intellektuellem Eigentum unterscheidet sich nicht vom Original; jede Kopie ist ein Original. Digitale Kopien lassen sich außerdem ohne besonderen Zeitaufwand in beliebiger Menge herstellen. Für nicht digitalisierbare Ergebnisse geistiger Arbeit gilt hingegen, dass das Anfertigen einer Kopie zumeist mit einem Qualitätsverlust verbunden ist und offensichtlich ein hohes Maß an Zeit erfordert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;3. &lt;/span&gt;&lt;a name="_Toc535852883"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;&lt;strong&gt;Distribution von Intellektuellem Eigentum&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Hinsichtlich der Distributionsmöglichkeiten für Intellektuelles Eigentum ist ebenfalls eine inhärente Ausdifferenzierung notwendig. Nicht digitalisierbares Intellektuelles Eigentum lässt sich nur in physischer Form über herkömmliche Distributionswege zwischen zwei geographisch getrennten Orten transportieren. In der Regel bedarf es dazu Träger-, mitunter auch Verpackungsmaterial und, insofern Anbieter Distributionsleistungen aus ökonomischem Kalkül nicht selbst erbringen wollen oder dazu nicht befähigt sind, der Einbeziehung von Intermediären. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Intellektuelles Eigentum im digitalen Zustand kann hingegen über elektronische Datenkanäle, zum Beispiel das Internet, direkt an Interessenten distribuiert werden. Selbst unter Berücksichtigung der Kosten für den Einsatz von Transfertechnologien und für die Absorption relevanter Wissens&amp;shy;bestandteile ist der Aufwand digitaler Distribution in Relation zum physischen Transport eher gering. Für einen digitalen Datentransfer benötigt man zum Beispiel im herkömmlichen Sinn kein Träger- und Verpackungsmaterial. Schließlich ist noch in Betracht zu ziehen, dass sich in Abhängigkeit der Transferkapazität der Netzwerke die Dauer von Distributionsprozessen bei digitalisiertem Intellektuellem Eigentum verkürzen lässt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;4. &lt;/span&gt;&lt;a name="_Toc535852884"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;&lt;strong&gt;Nichtrivalität des Konsums von Intellektuellem Eigentum&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Eine weitere Besonderheit verschiedener Aus&amp;shy;prägungen Intellektuellen Eigentums besteht in der Nichtrivalität ihres Konsums, das heißt, sie können mehrfach beziehungsweise zeitgleich durch beliebig viele Marktakteure an verschiedenen Orten genutzt werden. Da die betreffenden geistigen Leistungen dabei keine wertmäßige Abnutzung erfahren, durch Nutzung nicht veralten und sich nicht ver&amp;shy;brauchen, wird die Bedürfnisbefriedigung aus der Nutzung für einzelne Akteure in keiner Weise beeinträchtigt. Software funktioniert zum Beispiel auch nach vielen Anwendungen und Kopien unverändert. Aus dieser Darstellung wird bereits deutlich, dass sich nicht rivale Intellektuelle Güter interessierten Nachfragern zunächst kaum vorenthalten lassen, auch wenn sie den geforderten Preis nicht zu zahlen bereit sind. Denn sobald man eine Kopie verkauft, gibt es mehr als einen potenziellen Anbieter von Nutzungsmöglichkeiten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;color:#000000;"&gt;Unter Berücksichtigung der verschiedenen Möglichkeiten, Intellektuelle Leistungen mit physischen Objekten zu koppeln oder zu verschmelzen, ist die implizierte Verallgemeinerung der Positionierung geistiger Arbeitsergebnisse als unbegrenzte Ressourcen allerdings zu relativieren. Es existieren Wirtschaftsgüter Intellektuellen Ursprungs beziehungsweise Inhalts, um deren ökonomische Verwertung Nachfrager – losgelöst von der Möglichkeit der Reproduktion – konkurrieren müssen beziehungsweise deren Konsum einer „Staugefährdung“ unterliegt. Dazu zählt intuitiv materialisiertes Intellektuelles Eigentum, zum Beispiel realisierte Produktinnovationen. Innovative und kreative Werke, die in diese Eigentumskategorie fallen, vereinen auf sich Eigenschaften, die eher auf eine begrenzte Verfügbarkeit schließen lassen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Ausblick für den nächsten Post: "Das Kalkül der Schädiger"&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-7157922796078514930?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/7157922796078514930/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=7157922796078514930' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/7157922796078514930'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/7157922796078514930'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/11/intellektuelles-eigentum-warum-der.html' title='Intellektuelles Eigentum - Warum der Missbrauch so einfach ist!'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-1013721154725856226</id><published>2007-10-17T23:22:00.000-07:00</published><updated>2007-10-17T23:44:17.135-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Intellektuelles Eigentum'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geistiges Eigentum'/><title type='text'>Intellektuelles Eigentum - Was die Musikindustrie schon vor 5 Jahren hätte wissen können</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;ich greife nicht gerne in der Post-Reihe "Intellektuelles Eigentum" vorweg, doch heute muss ich einen tagesaktuellen Beitrag (18.10.2007) des Spiegels kommentieren: &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,512095,00.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,512095,00.html&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;. Dort wird unter der Überschrift "&lt;strong&gt;Auslaufmodell Plattenindustrie&lt;/strong&gt;" berichtet, dass die bekannte Sängerin Madonna sich von ihrer bisherigen Plattenfirma Warner Music trennt und für viel Geld einen Vertrag mit dem Konzertveranstalter Live Nation eingeht. Im Beitrag heißt es weiter (Zitat): "&lt;em&gt;Musiker können inzwischen mit Live-Auftritten Konzerten - und dem dazugehörigen Marketing - viel mehr verdienen als mit dem erdrutschartig schwindenden CD-Verkauf.&lt;/em&gt;" &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;Aus dem im Beitrag beschriebenen Abgesang auf die klassischen Geschäftsmodelle der Musikindustrie ziehe ich zumindest für mich den Schluss, dass nur / zu Wenige mein Buch zum Thema "Intellektuelles Eigentum im Zeitalter von Digitalisierung und Internet. Eine ökonomische Analyse von Missbrauchskalkülen und Schutzstrategien." gelesen haben. Gut, ich gebe es offen zu, es war eine wissenschaftliche Arbeit (Dissertation). Der Stoff ist interessant aber trocken und nüchtern präsentiert. Gleichwohl findet sich in dem Buch auch folgender Absatz:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;"&lt;em&gt;Als besonders Erfolg versprechend hat sich folgendes Vorgehen erwiesen. Leicht zu kopierende Güter werden für ein geringes Entgelt angeboten oder geschädigte Akteure verzichten auf die Durchsetzung ihrer gesetzlichen Ansprüche. Für die kurzzeitige Bereitstellung beziehungsweise Demonstration schwer imitierbarer Fähigkeiten wird hingegen ein Premium&amp;shy;preis verlangt. Dieses Prinzip nutzen einige Musikgruppen. Sie nehmen den Missbrauch ihrer Werke bewusst in Kauf und hoffen, über die damit beschleunigte Marktdurch&amp;shy;dring&amp;shy;ung rasch einen hohen Bekanntheitsgrad zu erreichen und eine große Zahl von Inte&amp;shy;res&amp;shy;sen&amp;shy;ten für Konzerte zu gewinnen. Da die Eintrittspreise für solche Ver&amp;shy;an&amp;shy;staltungen in bestimmten Grenzen frei einstellbar sind, werden sie als Ersatz für ent&amp;shy;gang&amp;shy;ene Erlöse aus dem Verkauf von Musik-Alben eher unter dem Aspekt der Ge&amp;shy;winn&amp;shy;maxi&amp;shy;mierung als der Kostendeckung veranschlagt. Zusätzliche Einnahmen lassen sich im Rahmenprogramm aus dem Handel mit (nicht digitalisierbaren) Fanartikeln erzielen&lt;/em&gt;."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;Übrigens, die Arbeit ist nunmehr bereits 5 Jahre alt. Sie hat jedoch - wie der Spiegel-Artikel zeigt - nichts an ihrer Aktualität verloren. Wer Interesse an der Arbeit hat, ich habe noch eine Handvoll Freiexemplare vorrätig. Anfragen bitte an &lt;a href="mailto:hachenberger@hotmail.com"&gt;hachenberger@hotmail.com&lt;/a&gt;. Noch besser wäre es natürlich, Interessenten würden das Buch kaufen. Hier die Internet-Bestelladresse: &lt;a href="http://www.duv.de/index.php?do=list&amp;amp;site=d&amp;amp;sid=1fa2ce8e8af3d4c651609f8d6b23c23b&amp;amp;search=Jan+Hachenberger&amp;amp;product=book"&gt;DUV&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-1013721154725856226?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/1013721154725856226/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=1013721154725856226' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/1013721154725856226'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/1013721154725856226'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/10/intellektuelles-eigentum-was-die.html' title='Intellektuelles Eigentum - Was die Musikindustrie schon vor 5 Jahren hätte wissen können'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-5509400877765079814</id><published>2007-10-15T04:00:00.000-07:00</published><updated>2007-10-17T00:19:56.331-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Intellektuelles Eigentum'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geistiges Eigentum'/><title type='text'>Schutzmechanismen für Intellektuelles Eigentum - ein Überblick</title><content type='html'>&lt;a name="_Toc23410418"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a name="_Toc535852870"&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Warum erfreuen sich heute Tauschbörsen für Musik, eBooks, Videos und Software so großer Beliebtheit? Gründe gibt es viele, doch entscheidend sind zum einen die - dank Digitalisierung und Internet - im Vergleich zum regulären Verkaufspreis geringen, ja nahezu vernachlässigbaren Kosten der Beschaffung und zum anderen das Fehlen wirksamer Schutzmechanismen, respektive geringe Folgekosten des Missbrauchs. Heute möchte ich Ihnen nur einen Überblick der Schutzmechanismen geben:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;1. &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;a name="_Toc519590993"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Kulturdeterminierter Schutz&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Kulturell bedingt entwickeln sich in jeder Gesellschaft Normen und Werte, die als Schutzmechanismen für Intellektuelles Eigentum fungieren können. Unter Normen versteht man auslegungsunabhängige Vorstellungen davon, welches Verhalten der Gesellschaftsmitglieder – innerhalb bestimmter Toleranzen – angebracht erscheint. Werte sind dauerhafte Überzeugungen, die vom Einzelnen, einer Gemeinschaft oder innerhalb bestimmter sozialer Systeme für erstrebenswert erachtet beziehungsweise respektiert und gelebt werden. Jenseits unmittelbarer Ziele beeinflussen Normen und Werte die Urteile von Akteuren über konkrete Situationen, z. B. die Einhaltung von Eigentumsverträgen, aber auch ihre Handlungsabsichten. Erkanntes Fehlverhalten wird über soziale Sanktionen wie Freundschaftsentzug oder Ächtung bestraft. Infolge der von länderspezifischen und weitgehend unbekannten gesellschaftlichen Einflüssen geprägten Schutzwirkung von Normen und Werten lassen sich jedoch keine verallgemeinerbaren, ökonomisch fundierten Aussagen zur Durchsetzung von Eigentumsansprüchen an geistigen Leistungen formulieren. In den nächsten Posts werde ich daher auf eine genauere Betrachtung verzichten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;2. &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;a name="_Toc519590994"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Staatlich initiierter Schutz&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Staatliche Eingriffe in den Markt für intellektuelle Güter umfassen im Wesentlichen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die verhaltenssteuernde &lt;strong&gt;Gesetzgebung&lt;/strong&gt;,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die gesetzlich geregelte &lt;strong&gt;Erhebung von Zwangsgebühren und Steuern&lt;/strong&gt;, &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;ihre &lt;strong&gt;Verteilung über Kompensationszahlungen und Subventionen&lt;/strong&gt; sowie&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die &lt;strong&gt;staatliche Bereitstellung von Intellektuellem Eigentum&lt;/strong&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;In Gesetzen sind restriktive Regelungen verankert, die der Sicherung exklusiver Verfügungsrechte an Ergebnissen geistiger Arbeit dienen. Mit ihrer Hilfe gibt der Staat juris&amp;shy;tische Rahmenbedingungen für die Ausübung von Verfügungsrechten vor und bestimmt für die durch Missbrauch entstandenen Schäden eine Regulierung. In ihrem Geltungsbereich müssen Gesetze von allen Gesellschaftsmitgliedern befolgt werden. Staatliche Institutionen kontrollieren das gesetzeskonforme Verhalten und ahnden Gesetzesver&amp;shy;letzungen über definierte Automatismen. Bei Zwangsgebühren (Abgaben) und Steuern handelt es sich um Geldleistungen, die öffentliche Körperschaften auf der Basis gesetzlicher Verordnungen einfordern. Ihre Abführung wird kontrolliert, bisweilen sanktioniert. Die Erhebung von Zwangsgebühren dient insbesondere der Verfolgung ordnungspolitischer Ziele. Dazu zählt beispielsweise die zweckgebundene Gebühr auf die Nutzung intellektueller Güter, z. B. GEZ-Gebühr, GEMA-Gebühr, VG-Wort Abgabe. In diesem konkreten Fall können Gebührenforderungen darauf abzielen, negative externe Effekte des Missbrauchs intellektueller Güter durch Entschädigung der Rechteinhaber zu kompensieren. Demgegenüber werden Steuererträge den Haushaltsmitteln zugeführt und unterliegen keiner vorgegebenen Zweckbindung. Sie lassen sich zum Beispiel zur Subventionierung wirtschaftspolitisch wünschenswerter Innovationstätigkeit oder zur Refinanzierung der staatlichen Bereitstellung innovativer und kreativer Werke verwenden, z. B. zur Refinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;3. &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;a name="_Toc519590995"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Privatwirtschaftlicher Schutz&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Das Hauptaugenmerk liegt in den nächsten Posts auf den Möglichkeiten der endogenen Ab&amp;shy;sicherung von Marktallokationsprozessen durch privatwirtschaftliche Akteure. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Missbrauchspräventions- und Reaktionsmechanismen. Um Missbrauchsversuche zu vereiteln, kann einmal auf die &lt;strong&gt;Offenlegung strategisch bedeutsamer Ressourcen&lt;/strong&gt;, z. B. Wissen oder Technologien, verzichtet werden. Daneben bannen &lt;strong&gt;technische Schutzlösungen &lt;/strong&gt;die aus den besonderen Eigenschaften intellektueller Leistungen dem nur schwer zu beobachtenden Konsumverhalten erwachsende Missbrauchsgefahr. Hierzu zählen unter anderem Kopierschutztechnologien, die Rechteinhabern Informationen zu unerwünschten Handlungen wie das Anfertigen von Raubkopien übermitteln (Screening). Informa&amp;shy;tionsasymmetrien zwischen Anbietern und Nachfragern geistiger Arbeitsergebnisse und daraus resultierende Missbrauchsanreize lassen sich außerdem über &lt;strong&gt;marketingpolitische Maßnahmen &lt;/strong&gt;abschwächen, z. B. realisiert in differenzierten Vertragsangeboten beim Erwerb innovativer und kreativer Werke. In Abhängigkeit ihrer Präferenzen werden Nachfrager das als optimal empfundene Angebot selbst auswählen und auf diese Weise ihre Verhaltens-, respektive Missbrauchsabsichten offenbaren (Self Selection). Um die Attraktivität erlaubter Verhaltensweisen im Umgang mit Intellektuellem Eigentum zu erhöhen, bietet sich ferner der &lt;strong&gt;institutionelle Zusammenschluss&lt;/strong&gt; missbrauchsbedrohter bzw. -geschädig&amp;shy;ter Marktakteure und potenzieller Schädiger an. Denkbar wäre z. B. die Fusion von Innovatoren und ihren Konkurrenten. Angesichts wettbewerbspolitischer Restriktionen der letztgenannten Schutzlösung und ihrer eingeschränkten Übertragbarkeit auf die hier besonders interessierende Anbieter-/Nachfragerbeziehung wird sie in den nächsten Posts nur am Rande betrachtet. &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-5509400877765079814?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/5509400877765079814/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=5509400877765079814' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/5509400877765079814'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/5509400877765079814'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/10/schutzmechanismen-fr-intellektuelles.html' title='Schutzmechanismen für Intellektuelles Eigentum - ein Überblick'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-2089704284377592573</id><published>2007-10-08T07:47:00.000-07:00</published><updated>2007-10-17T02:20:41.472-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Intellektuelles Eigentum'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geistiges Eigentum'/><title type='text'>Angriff auf das Intellektuelle Eigentum - ein Exkurs zu Missbrauchsursachen und Schutzstrategien</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;mussten bis vor wenigen Jahren vor allem Hersteller viel versprechender Produktinnovationen wie auch reputierlicher Mode,- Marken- und Luxusartikel trotz aufwendiger rechtlicher Absicherung wirtschaftliche Schäden durch Imitate und Plagiate erleiden (s. &lt;a href="http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/0,2828,PB64-SUQ9MjIyNDEmcGljdHVyZT0y,00.html"&gt;Beispiel&lt;/a&gt; - entnommen aus dem Manager-Magazin) &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;richtet sich Missbrauch heute in verstärktem Maße gegen Anbieter von Informationsgütern. Informationsnahes Intellektuelles Eigentum wie Filme und Software, kann – sofern es noch nicht als solches vorliegt – mit einfachen technischen Hilfs&amp;shy;mitteln in ein digitales Format übertragen werden. Als größte Herausforderung der Digitalisierung erweist sich, dass die Anfertigung digitaler Kopien wenige Sekunden benötigt, vernachlässigbar geringe Kosten verursacht und digitale Kopien mit ihrem Original völlig identisch sind.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt; Dieser Umstand erleichtert es einerseits Entwicklern und Produzenten, in kurzer Zeit kostengünstig eine beliebige Anzahl perfekter Kopien für die Weiterverwendung herzustellen. Andererseits erhöht sich das Missbrauchsrisiko, da Interessenten im Hinblick auf geänderte Kosten-/Nutzenrelationen unter Umständen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die Umgehung von Lizenz- oder Nutzungsgebühren ins Kalkül ziehen und/oder&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;als Anbieter von Nutzungsmöglichkeiten an geistig-kreativen Leistungen auftreten, ohne Rechteinhaber an den Erlösen zu beteiligen.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Obschon die radikalen Konsequenzen der voranschreitenden Digitalisierung der Märkte heute erst zum Teil erkennbar sind, ist offensichtlich, dass mit dem Internet Missbrauch weiter vereinfacht wird. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Über dieses globale Computer- und Kommunikationsnetzwerk erhalten Schädiger Zugang zu einer schier unbegrenzten Menge ökonomisch werthaltiger Informationen. Diese lassen sich, sofern sie nicht frei angeboten werden, mit relativ einfachen Mitteln und ohne Bezahlung aneignen. Auch besteht nahezu kein Hindernis, digitale Raubkopien jederzeit online weiterzugeben, z.B. über &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/File_sharing"&gt;P2P-Tauschbörsen.&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Angesichts der Intensivierung vernetzter Kommunikation sowie der zunehmend einfachen, schnellen und wenig aufwendigen elektronischen Informationsdistribution über das Internet muss daher mit neuen Formen und Dimensionen des Missbrauchs von Intellektuellem Eigentum gerechnet werden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;In den nächsten Posts möchte ich insb. Antworten auf folgende Fragen liefern:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Was erleichtert den Missbrauch beziehungsweise behindert den Schutz intellektueller Güter?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Inwiefern haben die Digitalisierung und das Internet Einfluss auf Missbrauchs- und Schutzentscheidungen?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Welche ökonomischen Zielsetzungen werden mit dem Missbrauch und dem Schutz der Ergebnisse schöpferischer Arbeit verfolgt? &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Mit welchen ökonomischen Folgen gehen Missbrauchs- und Schutzmaßnahmen für die Entwicklung, Allokation und Nutzung innovativer und kreativer Werke einher?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;Welche Maßnahmen sind besonders wirksam, respektive unwirksam hinsichtlich Prävention und Aufklärung von schädigenden Verhaltensweisen?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;Ich möchte Sie an dieser Stelle herzlich einladen, dieses Thema mit Diskussionsbeiträgen zu kommentieren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-2089704284377592573?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/2089704284377592573/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=2089704284377592573' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/2089704284377592573'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/2089704284377592573'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/10/angriff-auf-intellektuelle-eigentum-ein.html' title='Angriff auf das Intellektuelle Eigentum - ein Exkurs zu Missbrauchsursachen und Schutzstrategien'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-1534921533195797865</id><published>2007-09-12T03:31:00.000-07:00</published><updated>2007-09-12T04:15:00.034-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissensmanagement'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prozessmanagement'/><title type='text'>Von GPOWM zu WOGPM</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;in jüngerer Vergangenheit wurden verschiedene Gestaltungsansätze von Prozess- und Wissensmanagement im &lt;strong&gt;geschäftsprozessorientierten Wissensmanagement (gpoWM)&lt;/strong&gt; zusammengeführt. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagement verfolgt das Ziel, den Wissensfluss innerhalb und zwischen diesen Geschäftsprozessen durch prozessorientierte Aufbereitung und Strukturierung von Wissen über die Prozesse und Wissen innerhalb der Prozesse zu fördern. Dieser Auftrag schließt die Unterstützung ineffizient ausgestalteter Routineprozesse (s. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/08/wissensmanagement-deckmantel-fr.html"&gt;http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/08/wissensmanagement-deckmantel-fr.html&lt;/a&gt;) nicht aus. Denn selbst naturgemäß einfache Prozesse, die ein eindeutig definiertes Ergebnis liefern sollen, können durch &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;fehlende oder widersprüchliche Prozessvorgaben,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;unnötige Arbeitsschritte,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;unnötige oder unlogische Aufteilung der Arbeitsschritte auf mehrere Personen, Organisationseinheiten und / oder Standorte,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;unklare Zuständigkeiten der Prozessbeteiligten,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;unklare oder nicht messbare Parameter für den In- und Output der Arbeitsschritte und&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;häufige Anpassung der Zuständigkeiten auf Grund organisationsinterner / -externer Anforderungen&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;eine hohe Komplexität erreichen und damit wissensintensiv werden. Insb. verwaltungsnahe Prozesse tendieren zu einer solchen Bürokratisierung. In diesen Fällen ist es schlichtweg falsch, die daraus resultierenden Ineffizienzen, d. h. hohe Kosten, lange Durchlaufzeiten, hohe Fehlerraten usw., durch „Intelligenzverstärkung“ des Personals kurieren zu wollen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Verstärkt wird dieses Problem, wenn die Prozesse des Wissensmanagements als „Käseglocke“ über die ineffizienten (Routine-)Geschäftsprozesse gelegt werden (z. B. durch Ergänzung von Prozessbeschreibungen um verbindliche Vorgaben zur Wissensexplikation, -speicherung und -verteilung - für eine entsprechende Modellierungsmethode s. &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.k-modeler.de/"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;KMDL&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;). Die Gesamtkomplexität der Prozesslandschaft nimmt dadurch zu, was zu einem höheren Steuerungs- und Kontrollaufwand führt. Darüber hinaus werden die Analyse immer noch ungelöster Effizienzprobleme von Geschäftsprozessen und die Ausarbeitung wie auch die Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen erschwert wenn nicht sogar unmöglich. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Das &lt;strong&gt;wissensorientierte Geschäftsprozessmanagement (woGPM)&lt;/strong&gt; geht einen anderen Weg. Es zielt auf die Identifizierung und Analyse von möglichen Fehlerquellen und transformiert das für die Fehlervermeidung notwendig Prozesswissen in Prozessvorgaben und / oder technische Systeme. Im Vordergrund stehen dabei die Prozessorientierung als zentrales Gestaltungsprinzip von Unternehmensstrukturen und die Reduzierung der Prozesskomplexität durch konsequente Modularisierung, Sequenzierung und Automatisierung von Routineaufgaben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5109266355675428370" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/RufCrjDjdhI/AAAAAAAAAEQ/qTTkQ28YDWQ/s320/Methode+woGPM.gif" border="0" /&gt; &lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Im Detail sieht das Konzept des wissensorientierten Geschäftsprozessmanagements vor, dass in einem ersten Schritt die Prozesse einer klassischen Risiko- und Schwachstellenanalyse unterzogen werden. In dieser Phase geht es insb. darum, die Güte bzw. den „Reifegrad“ eines Routineprozesses anhand verschiedener Kriterien zu bewerten. Dazu zählen u. a. Prozesskosten, Durchlaufzeit und Fehlerquote wie auch Anzahl der Beteiligten, organisatorische Schnittstellen, eingesetzte Tools (z. B. Formulare, IT-Systeme, Maschinen) und – für die nächsten Schritte besonders relevant – das im Prozess genutzte Wissen. Die Ergebnisse der Prozessanalyse liefern erste Anhaltspunkte für mögliche Optimierungsmaßnahmen:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Vermeidung von Regelungslücken und Eventualitäten,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Festlegung eindeutiger Verantwortlichkeiten im Prozess,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Reduzierung von Prozessschnittstellen,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Vorgabe klarer Abläufe und klarer Prozessziele,&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Automatisierung der Prozesse.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Im nächsten Schritt wird das identifizierte Prozesswissen klassifiziert. In Anlehnung an die Leistungsanalyse von Prozessen kann man Nutzwissen, Stützwissen und Blindwissen unterscheiden:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Nutzwissen ist für den Prozess unerlässlich. Es umfasst das Wissen über Zuständigkeiten (wer), Arbeitsabläufe (wie), Leistungsparameter (was) und Wissen in Form von notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Stützwissen hilft den Prozessbeteiligten ihre Rollen, Aufgaben und Ziele besser zu verstehen und sie in den Gesamtkontext des Geschäftsprozesses, d. h. von der Aufnahme der Kundenanforderungen bis zu deren Erfüllung, zu stellen (wieso, weshalb, warum). Beispiele für Stützwissen sind Ergebnisse von Kundenbefragungen und Informationen zu Wettbewerbern.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Blindwissen ist verzichtbar, da es den Prozessbeteiligten weder direkt noch indirekt Nutzen stiftet. Veraltete Informationen oder dokumentierte Selbstverständlichkeiten stellen Blindwissen dar.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Im Zuge der eigentlichen Prozessoptimierung (Phase 3) wird die zukünftige Wissenslandschaft definiert:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Blindwissen ist zu eliminieren (z. B. durch Rückziehung alter Handbücher).&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Stützwissen ist auf das absolut notwendige Maß zu reduzieren (z. B. durch Fokussierung auf Kerninformationen zu ausgewählten Kunden und Wettbewerbern).&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Nutzwissen ist – soweit möglich – zu explizieren (vom Wissensträger zu entkoppeln) und in die Prozesse zu integrieren (z. B. Übergang von manuellen Prozessen zu IT-gestützten Workflows).&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Das gesamte Nutzwissen lässt sich nicht in einem begrenzten Zeitraum (Projekt) und nicht vollständig explizieren. Wissen „veraltet“ und stiftet nur für einen bestimmten Zeitraum Nutzen. Hinzu kommt, dass Geschäftsprozesse an veränderte Rahmenbedingungen (z. B. technischen Fortschritt) an&amp;shy;ge&amp;shy;passt werden müssen. &lt;strong&gt;Wissensorientiertes Geschäftsprozess&amp;shy;manage&amp;shy;ment&lt;/strong&gt; ist demzufolge als Regelkreis zu verstehen, der das Ziel verfolgt, nicht die Menschen sondern die Arbeitsabläufe stetig intelligenter und weniger fehleranfällig zu machen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-1534921533195797865?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/1534921533195797865/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=1534921533195797865' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/1534921533195797865'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/1534921533195797865'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/09/von-gpowm-zu-wogpm.html' title='Von GPOWM zu WOGPM'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/RufCrjDjdhI/AAAAAAAAAEQ/qTTkQ28YDWQ/s72-c/Methode+woGPM.gif' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-5852334565871999462</id><published>2007-08-05T23:32:00.000-07:00</published><updated>2007-08-06T02:06:45.508-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissensmanagement'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prozessmanagement'/><title type='text'>Wissensmanagement - Deckmantel für schlechtes Prozessmanagement</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Bereits vor mehreren Monaten hatte ich Gelegenheit, mit einem waschechten Kapitän der Deutschen Marine zu sprechen. Nur am Rande, der Familienname des Kapitäns war Seemann. Was für ein Zufall! In einem intensiven Gespräch zum Thema Wissensmanagement kamen wir relativ schnell auf die Grundsatzfrage zu sprechen: Was ist das Ziel von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wissensmanagement"&gt;Wissensmanagement&lt;/a&gt;? Schlägt man bei Wikipedia nach, findet man folgende Globaldefinition: Wissensmanagement beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, auf die Wissensbasis eines Unternehmens Einfluss zu nehmen. Wenig befriedigend, nicht wahr? Was macht ein Unternehmen zum Unternehmen und wodurch ist die Wissensbasis eines Unternehmens repräsentiert? Die Quintessenz unserer Diskussionsrunde war folgende: Ein &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen"&gt;Unternehmen &lt;/a&gt;ist ein Vorhaben, an dem i.d.R. mehrere Personen beteiligt sind. Die Aktivitäten, die zur Umsetzung des Vorhabens, respektive zur Erreichung des Unternehmensziels notwendig sind, werden in Prozessen abgebildet. Umgesetzt werden die Prozesse durch Personen, d.h. Leitung und Mitarbeiter, und Maschinen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Mit dieser ebenfalls sperrigen Beschreibung waren wir zumindest in der Lage, sowohl die Marine als auch eine Kapitalgesellschaft oder eine gemeinnützige Organisation als Unternehmen zu verstehen. Die für ein Unternehmen tätigen Personen mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten bilden im Wesentlichen die Wissensbasis, die das Wissensmanagement zu beeinflussen versucht. Haben wir eigentlich schon die Frage beantwortet, warum Wissensmanagement wichtig ist? Wissensmanagement zielt darauf ab, Wissen mit den Geschäftsprozessen so verbinden, dass die Unternehmensziele – in time, in budget, in quality – erreicht werden. Zu guter Letzt mussten wir noch unser Prozessverständnis abgleichen, mit folgendem Ergebnis: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5095507607285370658" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/RrbhK_KLjyI/AAAAAAAAAEI/sjaMy58MONo/s320/Tabelle.jpg" border="0" /&gt; &lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Prozesse sind definiert durch ein Verfahren (Ablauf) und ein Ergebnis (Output). Beides kann bekannt oder unbekannt sein. So weit, so gut. &lt;strong&gt;Sind Sie noch wach?&lt;/strong&gt; Bis wir zu dieser Erkenntnis gelangt sind, waren mehrere Kannen Kaffee und dutzende Besprechungskekse vertilgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum die lange Vorrede? Nach einer Pause an der frischen Luft ging es richtig zur Sache. Die Feststellung des Kapitäns, dass die Marine deswegen ein professionelles Wissensmanagement benötigt, da fast jeder Einsatz einen Notfall darstellt und im Notfall die Beteiligten schnell miteinander in Kontakt treten müssen bzw. auf Expertenwissen zurückgegriffen werden muss, ist zweifellos zutreffend. Im gleichen Atemzug sagte er aber auch: „Wozu brauchen Sie …“ (er meinte mich) „… für Routineprozesse Wissensmanagement?“ Auf meine Argumente, dass&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;das Verfahren zwar bekannt aber sehr komplex sein kann, insb. wenn mehrere Personen / Organisationseinheiten an einem Prozess beteiligt sind, &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die Zuständigkeiten der Prozessbeteiligten nicht klar abgegrenzt sein können und &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die Inputs für den Prozess bzw. dessen Output (Ergebnis) nicht eindeutig definiert sind, &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;erhielt ich als Antwort: „&lt;strong&gt;Dann ist das Prozessmanagement mangelhaft. Es fehlen eine klare Befehlskette, klare Befehle und das Befolgen der &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Befehle&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt; durch die Befehlsempfänger&lt;/strong&gt;“. So eine Antwort bekommt man nur von einem alten, einsatzerprobten Haudegen der Marine. Doch in diesen Worten liegt viel Wahrheit. Die Gestaltungsansätze des Wissensmanagement helfen in diesen Fällen nämlich nicht wirklich. Sie kaschieren bzw. camouflieren das eigentliche Problem: Schlechtes Prozessmanagement. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Nun will sicherlich keiner, dass militärische Disziplin das individuelle Denken ersetzt. Gleichwohl sollten Sie bei der Frage nach der Einführung eines Wissensmanagementsystems immer prüfen, ob es nicht sinnvoller wäre, &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die Prozesskomplexität zu reduzieren, z.B. durch Auflösen von Schnittstellen&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die Zuständigkeiten eindeutig festzuschreiben, z.B. in Stellenbeschreibungen und Geschäftsverteilungsplänen oder &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;die Leistungsbeziehungen intern / extern, z.B. über verbindliche Servicelevel zu regeln. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;p&gt;Lassen sich diese Punkte klären, ist es ggf. nicht mehr notwendig, Wissen zu managen. Nur leider ist dieses Vorgehen nicht so einfach wie die Implementierung eines Unternehmenswikis oder Blogs. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-5852334565871999462?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/5852334565871999462/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=5852334565871999462' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/5852334565871999462'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/5852334565871999462'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/08/wissensmanagement-deckmantel-fr.html' title='Wissensmanagement - Deckmantel für schlechtes Prozessmanagement'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/RrbhK_KLjyI/AAAAAAAAAEI/sjaMy58MONo/s72-c/Tabelle.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-1285779222704841551</id><published>2007-07-02T05:18:00.000-07:00</published><updated>2007-07-02T05:28:50.885-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissensmanagement'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prozessmanagement'/><title type='text'>Schlaue Menschen – dumme Prozesse vs. Schlaue Prozesse – dumme Menschen? – Schnürsenkel hin oder her</title><content type='html'>&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Mein ältester Sohn lernt gerade Schnürsenkel binden. Nun muss man dazu sagen, er ist 3 ½ Jahre, verfügt über eine ausgeprägte Feinmotorik, aber Schürsenkel; da hat er bisher nie darauf geachtet. ‚Darum kümmern sich Mama und Papa’. Jetzt im Kindergarten muss er sich aber als selbstständig beweisen. Und obschon ich ihm die notwendigen Fähigkeiten gerne vermitteln möchte, fällt es mir schwer, ihm zu erklären, warum und wann er mit dem Schnürsenkel durch welche Schlaufe muss. Ist ja auch eine selten dämliche Erfindung so ein Schnürsenkel. Mein Sohn fragt dann auch immer noch. „Papa, warum muss ich das machen.“ „Damit die Schleife hält, gut aussieht, und damit man sie später wieder aufbekommt.“ Gegenargument von meinem Sohn: „Meine Sportschuhe sind besser und meine Gummistiefel auch“ Da hat er zweifellos recht. Die kann er im Übrigen auch ganz alleine an- und ausziehen. Bei dem einen ist ein Klettverschluss dran und Gummistiefel, da muss man gar nix machen, einfach Füße reinstecken oder wieder rausziehen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Nun kann man sagen, der Junge ist noch zu klein. Aber mit der Zeit wird er schon lernen, sich seine Schürsenkel selber zu binden. Ich stelle mich auf die Seite meines Sohnes. Warum braucht es Schürsenkel, wenn es Klettverschlüsse gibt. Das ist einfacher, hält genauso gut und über die modischen Aspekte von Klettverschlüssen müssen sie mit einem 3-jährigen nicht diskutieren. „Ich will doch nur Fußball spielen, beeil dich Papa“. Beobachten kann mein Ältester auch sehr gut. Ihm ist aufgefallen, dass ich die Schürsenkel meiner Schuhe aus Bequemlichkeit nicht aufmache und beim Anziehen einen Schuhanzieher benutze. Noch mal die Frage: &lt;strong&gt;Wozu braucht es Schnürsenkel&lt;/strong&gt;?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Um zu dem eigentlichen Titel für diesen Blog überzuleiten: Für das Binden von Schnürsenkeln braucht es intelligente Menschen. Der Prozess ist komplex. Für das Schließen und öffnen von Klettverschlüssen braucht es weniger Intelligenz, genauso wenig wie für das Verwenden eines Schuhanziehers. &lt;strong&gt;Da steckt die Intelligenz im Prozess&lt;/strong&gt;; jemand hat weitergedacht! Ich schließe aus den aktuellen Schnürsenkelschuhangeboten der Schuhhersteller, dass diese Erkenntnis noch nicht von Allen geteilt wird. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass wir Menschen uns täglich beweisen müssen, wie intelligent wir sind, allen Kreaturen überlegen, die Krone der Schöpfung. Wie kann man allerdings etwas unter Beweis stellen, wenn es keine entsprechenden Herausforderungen gibt. Schnürsenkel, Microsoft Windows / Office, Waschmaschinen, Fernsehfernbedienungen, Handys, Digitalkameras, alles strotzt vor Funktionen, kommt mit einem Handbuch, das umfangreicher ist, als die Missionsunterlagen für die Apollo-Missionen und – noch viel schlimmer – ist fehleranfällig. Deutsches Over-Engineering; &lt;strong&gt;KOTC&lt;/strong&gt; (Keep others trying constantly - auf "Z" hab ich keinen englischen Begriff gefunden ;-)) statt &lt;strong&gt;KISS &lt;/strong&gt;(Keep it stupid simple). &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Mag das im privaten Bereich noch eine Form der Freizeitbeschäftigung sein (ich verbringe übrigens pro Woche mindestens 1 Stunde damit, die Funktionsfähigkeit meines Heim-PCs sicherzustellen – ohne tatsächliche Nutzung wohlgemerkt), sind hochkomplexe Prozesse und Systeme aus Sicht eines Prozessmanagers ein Dorn im Auge. Komplexe Prozesse benötigen qualifizierte Mitarbeiter. Prozesse dauern mit steigender Komplexität tendenziell länger. Zeit x Personalkosten = Prozesskosten. Einfachste Mathematik. Die Kosten für eventuelle Fehler nicht mitgerechnet. Was macht einen Prozess komplex:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Anzahl und unlogische Reihung von Tätigkeiten&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Anzahl Entscheidungen&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Anzahl beteiligter Personen&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Anzahl Schnittstellen&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Anzahl Hilfsmittel (Formulare, Werkzeuge, IT-Systeme …)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Kleines Beispiel gefällig – Kreditantrag in einer Bank:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Formular ausfüllen – inkl. Buchungsnummer&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Kundenunterschrift einholen&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Daten im Buchungssystem erfassen – Buchungsnummer erzeugen&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Daten im Buchungssystem mit Formulardaten abgleichen&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Formular für Kunden mit Anfangsbuchstaben A – H nach Köln …&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Schon in diesem kurzen Ausschnitt zeigen sich mehrere Probleme:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;redundante Datenerfassung&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;widersprüchliche Reihenfolge der Tätigkeiten&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Fehleranfälligkeit / Korrekturaufwand&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;verteilte Verantwortlichkeiten (Person / Ort)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Wie kann man dieses Problem kurieren? Hier das Patenrezept: Das für den Prozess notwendige Wissen in Prozessvorgaben transferieren. Henry Ford hat es vorgemacht:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;klar aufeinander abgestimmte Prozessschritte (Input / Output und Zeit / Takt)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;klare Verantwortlichkeiten (jeder kennt seine Aufgabe)&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;…&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/RojuC5194KI/AAAAAAAAADA/lR8fT9pBI38/s1600-h/chaplin.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5082573913141928098" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/RojuC5194KI/AAAAAAAAADA/lR8fT9pBI38/s200/chaplin.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Jetzt stellt der eine oder andere die Frage: wo bleibt da die Herausforderung, vielleicht auch der Spaß? Wer will schon gerne wie Charlie Chaplin in seinem Meisterwerk „Moderne Zeiten“ nur noch Schrauben festziehen. Nun, hier gilt das Prinzip, wer in kürzester Zeit die beste Qualität zu den geringsten Kosten liefert, wird den Markt dominieren. Dieses Optimierungsproblem ist für jedes Unternehmen anders gelagert. Und mit Sicherheit gibt es heute noch zahlreiche Unternehmen, die mit ihren Dienstleistungen und Produkten soviel Geld verdienen, dass sie sich die „Bespaßung / Herausforderung“ ihrer Mitarbeiter leisten können. Doch nicht vergessen: &lt;strong&gt;Der Wettbewerb kommt&lt;/strong&gt;. Was glauben Sie, warum die chinesische Wirtschaft so schnell wächst?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-1285779222704841551?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/1285779222704841551/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=1285779222704841551' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/1285779222704841551'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/1285779222704841551'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/07/schlaue-menschen-dumme-prozesse-vs.html' title='Schlaue Menschen – dumme Prozesse vs. Schlaue Prozesse – dumme Menschen? – Schnürsenkel hin oder her'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/RojuC5194KI/AAAAAAAAADA/lR8fT9pBI38/s72-c/chaplin.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-3898901714044560651</id><published>2007-04-23T00:04:00.000-07:00</published><updated>2008-03-01T03:09:46.048-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Querdenker'/><title type='text'>Alles sofort selbst erledigen</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Was musste ich heute in der Financial Times Deutschland lesen: „&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.ftd.de/forschung_bildung/forschung/:Lieber%20Reihe/189977.html"&gt;Lieber der Reihe nach&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;.“ So lautet die Überschrift zu einem Artikel, dessen Kernaussage mich schmunzeln lässt. Microsoft forscht wieder an einer Lösung für die großen Probleme unserer Zeit. Doch für dieses Problem ist Microsoft in gewisser Weise selbst verantwortlich. Es geht nämlich um das zuviel an Information und Kommunikation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ein Zitat: „E-Mails, Internet und Telefonanrufe ringen um die Aufmerksamkeit des Nutzers, Geräte machen durch Blinken, Vibrieren und Fiepsen auf sich aufmerksam und verleiten dazu, vieles gleichzeitig und nichts richtig zu erledigen. Es geht um Nerven - und um viel Geld. Die New Yorker Beratungsfirma Basex hat nach einer Befragung von Managern hochgerechnet, dass der amerikanischen Volkswirtschaft durch derartige Unterbrechungen jährlich 588 Mrd. $ verloren gehen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat jemand schon mal in diesem Zusammenhang bei Microsoft eine Schadensersatzklage eingereicht? Kleine Anekdote am Rande. Man kann in Outlook das Eingehen einer neuen E-Mail mit einem Sound verbinden. Einer meiner Kollegen hat als Signal „Windows XP-kritischer Fehler.wav“ eingestellt (findet man unter \Windows\Media), und das in einer Lautstärke, die das Signal bis auf die Herrentoilette vordringen lässt. Zum Glück sitz ich mit dem Kollegen nicht im gleichen Büro und auch nicht auf der gleichen Etage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch weiter im Text. Nun soll eine intelligente Microsoft Software (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oxymoron"&gt;Oxymoron&lt;/a&gt;?), die sich in verschiedene Kommunikationsinstrumente integrieren lässt (noch in der Entwicklung), erkennen, ob der Inhalt einer Nachricht wichtig (siehe Bozo-Filter im letzten Post) oder ob der Empfänger der Nachricht gerade aufnahmefähig ist, also nicht in ein Gespräch verwickelt ist oder andere wichtige Dinge zu tun hat. Nur, wenn die eben genannten Bedingungen erfüllt sind, wird die Nachricht übermittelt. Toll! Leider gibt es bei der FTD nicht die Möglichkeit, direkt zu kommentieren, doch das Erste was mir dazu einfiel war: Warum schaltet man das Handy nicht einfach aus oder beendet Outlook – zumindest für ein paar Stunden – oder, oder, ... Sofort wäre man vor potenziellen „Angriffen“ geschützt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nein, der moderne Mensch fühlt sich erst lebendig und wichtig, wenn es um ihn herum blinkt, vibriert und fiepst und all diese Signale ihm gelten. Das macht ihn zum Teil des Ganzen. Bloß nicht den Anschluss verlieren, immer erreichbar. Kennen Sie die Grundprinzipien des Zeit- oder besser Selbstmanagements?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitmanagement"&gt;Eisenhower-Methode&lt;/a&gt;: Alle Aufgaben werden anhand der Kriterien wichtig / unwichtig und dringend / nicht dringend in vier Quadranten verteilt. Alle Aufgaben im Quadrant unwichtig / nicht dringend werden nicht erledigt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Y-Achse beschreibt die Wichtigkeit einer Aufgabe. Wenn eine Aufgabe oben angesiedelt ist, so ist sie wichtig. Ist sie unten angesiedelt ist sie unwichtig.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die X-Achse beschreibt die Dringlichkeit einer Aufgabe. Ist eine Aufgabe rechts angesiedelt, so ist die Aufgabe dringend. Ist die Aufgabe links angesiedelt, so ist sie nicht dringend. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Es ergeben sich vier Kombinationsmöglichkeiten der Faktoren Wichtigkeit und Dringlichkeit, deren Aufgaben jeweils eine bestimmte Art und Weise der Bearbeitung zugeordnet wird (s. Tabelle bei Wikipedia).&lt;/p&gt;&lt;table&gt;&lt;p align="left"&gt;Wie viele Ihrer E-Mails und Anrufe sind dem unteren linken und wie viele dem oberen rechten Feld zuzuordnen? Nach meiner Einschätzung: mehr als die Hälfte unten links (&lt;strong&gt;Papierkorb&lt;/strong&gt;), der Rest verteilt sich auf die übrigen Felder. Gedankensprung. Was will Microsoft? Das Unternehmen arbeitet an einer Software, die nur die Informationen sofort zu mir durchdringen lässt, die dringend und wichtig sind: &lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="color:#990000;"&gt;Es ist so bequem, unmündig zu sein.&lt;br /&gt;Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat,&lt;br /&gt;einen Seelsorger, der für mich ein Gewissen hat,&lt;br /&gt;einen Arzt, der für mich Diät beurteilt, und so weiter&lt;br /&gt;(Anm. d. Verf. „eine Software, die für mich Informationen selektiert“),&lt;br /&gt;so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immanuel Kant, (1724 - 1804), deutscher Philosoph&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;strong&gt;Sind Sie unmündig?&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;tbody&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/p&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-3898901714044560651?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/3898901714044560651/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=3898901714044560651' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/3898901714044560651'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/3898901714044560651'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/04/alles-sofort-selbst-erledigen.html' title='Alles sofort selbst erledigen'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-1941525464572504784</id><published>2007-03-22T04:16:00.000-07:00</published><updated>2007-10-18T00:13:20.120-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Informationsmanagement'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissensmanagement'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kommunikation'/><title type='text'>Die Eskalation des Nichtwissens und Nichtfindens oder das Für und Wider von Wissensdatenbanken</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Stellen sie sich folgendes vor: Sie benötigen Informationen zu den Produkten oder Prozessen Ihres Unternehmens. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Früher gab es ein Telefonverzeichnis oder man kannte einen, der einen kannte, der sich damit auskennt, ob im Vertrieb, der Entwicklung, im Einkauf oder sogar außerhalb des Unternehmens. Alles war sehr persönlich, nach zwei bis drei Telefonaten hatte man die benötigte Antwort. Die Experten – sofern wenig zu tun und narzistische Grundtendenzen vorhanden – fühlten sich entweder wichtig und wahrgenommen oder sie waren die ständige Fragerei leid.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Letzteres war wohl der Regelfall. Denn so ein Experte sitzt ja nicht nur rum und wartet auf den Ansturm der Unwissenden, nein, er beteiligt sich aktiv in Projekten, am besten in mehreren (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matrixprojektorganisation"&gt;Matrixprojektorganisation &lt;/a&gt;ist das Zauberwort). Konsequenz: Experten bekamen mehr und mehr Aufgaben: Auslastungsgrad 110 Prozent (was mathematisch gesehen Unsinn ist – ein Glas kann zu 100 Prozent gefüllt, also voll sein – voller als voll, hä?). Gleichwohl blieb die Abhängigkeit vom Wissen des Experten auch außerhalb seiner Projekttätigkeit. Wie also an das Wissen kommen. Was liegt dann näher, den ganzen Prozess „i&lt;em&gt;ch muss denjenigen finden, der weiß, was ich nicht weiß&lt;/em&gt;“ zu elektronifizieren. Am Anfang über E-Mail, was aus Sicht des Experten keine wirkliche Erleichterung war, obwohl – er konnte E-Mails einmal am Tag bearbeiten und dann die eine oder andere einfach löschen. Das ging mit Telefonanrufen nicht. Die kamen immer ungeplant.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Hier eine kleine Anekdote aus dem Buch Dilbert Future (2000) von Scott Adams, S. 57f. Ich zitiere: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;„Ich will ein Voice-System, das mich vor den Anrufen so weit wie möglich schützt. Insbesondere soll mein Anrufbeantworter über folgende Funktionen verfügen:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Talkmaster-Modus:&lt;/strong&gt; Spielt Nachrichten von Langsamsprechern automatisch schneller ab&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Erste/Letzte Zehn:&lt;/strong&gt; Löscht bis auf die ersten und letzten zehn Sekunden die gesamte Nachricht. Was die Leute dazwischen erzählen, ist niemals die Mühe des Zuhörens wert.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Laber-Ex:&lt;/strong&gt; Eine rüde Stimme, die Anrufern, die sich nicht kurz fassen können, das Wort abschneidet und sagt: „Hinterlaß’ endlich deine Scheiß-Telefonnummer, kapiert? Ich habe auch noch andere Dinge zu tun!“&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Nummernwächter:&lt;/strong&gt; Spracherkennungssystem, das feststellt, ob ein Anrufer eine unverständliche Rückrufnummer auf Band spricht. Ist das der Fall, wird der Anrufer unterbrochen und im folgender Text vorgespielt: „Was für eine Sprache soll das denn sein – Nuschelianisch oder was? Schlucken Sie Ihr Sandwich runter und versuchen Sie’s noch mal.“&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Darüber hinaus sollte meine Telefonanlage über einen Stimmenstressanalysator verfügen, der Anrufe von Induviduos bereits vor dem ersten Klingeln abblockt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Bozo-Filter:&lt;/em&gt; Hier ist Scott Adams’ Bozo Filter. Bitte antworten Sie mit ja oder nein. Wird Scott Adams von diesem Anruf in irgendeiner Weise profitieren?&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;em&gt;Induviduo:&lt;/em&gt; Ähm … ja. Ja, das wird er.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Bozo-Filter:&lt;/em&gt; Lügner! Klick.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit so fortschrittlicher Technik würde wahrscheinlich auch heute noch das Telefon ausreichen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Nach und nach erkennen Unternehmen jedoch, dass Kommunikation über E-Mail nicht wirklich Effizienzgewinne generiert. Vor allem nicht, wenn es darum geht, fehlende Informationen in Erfahrung zu bringen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;‚&lt;em&gt;Die Hälfte der E-Mails, die ich bekomme, ist als wichtig gekennzeichnet (Ausrufezeichen in Outlook), auch die E-Mail mit dem Essenplan für nächste Woche. Aus Sicht der Kantine nachvollziehbar. Essen verkaufen ist ihre einzige Einnahmequelle&lt;/em&gt;.’&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Nächster Schritt: Intranet - grundsätzlich gute Idee. Man bittet den Experten, sein ganzes Wissen zu explizieren, zu gut deutsch aufzuschreiben. Dieses Generat wird im Intranet allen Interessierten bereitgestellt. Hat man diesen Prozess mit mehreren Experten durchlaufen, finden sich schnell mehrere tausend Seiten HTML und noch zehntausend weitere Seiten von selbsternannten Experten, die über Unternehmens-Wikis, Blogs und andere Errungenschaften des Social Networking ihre geistigen Ergüsse verbreiten. Doch was davon ist wichtig? Aus Sicht des Unternehmens alles. Das ist das Human Capital, die Wissensbasis, die Grundlage für den Wettbewerbsvorteil. Aus Sicht des problemgeplagten Informationssuchers nur eine Zahl oder eine Prozessbeschreibung. Kein Mitarbeiter käme auf die Idee, alle angebotenen Informationen zu durchforsten, also zu lesen. Dann wäre er ja selber Experte. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Also: wie findet man das wirklich wichtige? In vielen Unternehmen ist der Weg wie folgt: &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Man geht ins Intranet.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Man sucht im Intranet.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Man findet nichts im Intranet.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Man ruft eine Hotline an (sofern vorhanden).&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Hotline geht ins Intranet.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Hotline sucht im Intranet.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Hotline findet nichts im Intranet.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Hotline verbindet den Anrufer mit dem für das Thema benannten Experten (steht im Intranet).&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Der Experte gibt sofort die richtige Antwort.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Der Experte ist genervt.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Moment mal, war das nicht der Anfang des Ganzen. Wo liegt dann also der Fortschritt oder anders gefragt, wo liegt der Fehler im System?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Antwort auf den ersten Teil der Frage:&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Aus Sicht des Informationssuchenden: kein Fortschritt – der Weg wird als langwierig und bürokratisch empfunden. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Aus Sicht des Experten: kein Fortschritt – er wird zwar nicht wegen jeder Belanglosigkeit belästigt, aber er erhält mehr Anrufe, da die Hotline seine Nummer kennt und rigoros jeden schwierigen Fall weiterleitet.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Antwort auf den zweiten Teil der Frage: In einem der nächsten Post's – Rezension „Infonautik – Wege durch den Wissensdschungel“&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-1941525464572504784?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/1941525464572504784/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=1941525464572504784' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/1941525464572504784'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/1941525464572504784'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/03/die-eskalation-des-nichtwissens-und.html' title='Die Eskalation des Nichtwissens und Nichtfindens oder das Für und Wider von Wissensdatenbanken'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-648056831337475577</id><published>2007-02-16T01:34:00.000-08:00</published><updated>2007-10-18T00:14:15.355-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Informationsmanagement'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissensmanagement'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kommunikation'/><title type='text'>Die Macht der Masse - Meinungsbildung in Unternehmen</title><content type='html'>&lt;a href="http://bp1.blogger.com/_H10NMhssKo8/RdV85DkyuMI/AAAAAAAAACs/bzeOJFLJY9s/s1600-h/Karneval.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5032065478310410434" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp1.blogger.com/_H10NMhssKo8/RdV85DkyuMI/AAAAAAAAACs/bzeOJFLJY9s/s200/Karneval.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Gerade jetzt zu &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karneval"&gt;Karneval &lt;/a&gt;sieht man wieder auf allen Fernsehsendern oder hier in Nordrhein-Westfalen live und in Farbe auf vielen Straßen im besten Fall ausgelassen schunkelnde und singende, in der Regel jedoch alkoholisierte und in Gleichklang lallende, im schlimmsten Fall grölende Menschen. Kneift man im Vorbeigehen ein wenig die Augen zusammen, so dass das Bild verschwimmt, und achtet auch nicht auf jedes einzelne Geräusch, hat man das Gefühl, statt Stimmen lautes Meeresrauschen zu hören und tatsächlich die eine oder andere Welle in der wabernden Masse zu erkennen. &lt;strong&gt;Masse&lt;/strong&gt; ist das Stichwort. Zu Karneval finden biedere Beamte, seriöse Verkäufer, Ärzte und Vertreter aus anderen Berufsgruppen an ausgewählten Orten, z.B. Prunksitzungen, zusammen und werden plötzlich „&lt;strong&gt;EINS&lt;/strong&gt;“.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Eins in der Kleidung: gemäß dem Motto – wer hat das originellste = hässlichste Kostüm &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Eins im Denken und Handeln: Lachen bis das Zwerchfell reißt, trinken bis die Leber streikt, sinnlose Lieder mitsingen bis dem Nachbarn das Trommelfell platzt.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/span&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Dass der Deutsche mal gern über die Strenge schlägt, ist weithin bekannt. Aber in der Anonymität von Karneval, camoufliert durch blödoide Verkleidungen, da lassen wir erst richtig die Sau raus. Da erkennt uns niemand, wir gehen in der Masse auf und manchmal auch unter … nicht mehr schwarz oder weiß – &lt;strong&gt;alles wird grau&lt;/strong&gt;. Ja grau - denn nach Karneval beginnt die öde Fastenzeit und damit ist bis Ostern alles Fleischliche zu meiden (lat.: carne vale der Abschiedsruf „Fleisch lebe wohl“.). So zumindest der religiöse, historische Hintergrund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie entnehmen meinen Worten, dass ich kein großer Karnevalist bin. Ich mag zwar "Kamelle", für den Rest kann ich mich allerdings (noch?!) nicht erwärmen. Trotz meiner ambilvalenten Einstellung kam ich in einer ruhigen Minute des Nachdenkens zu folgender Erkenntnis: Zwischen Karneval und der Art und Weise, wie in Unternehmen kommuniziert wird, gibt es gewisse Parallelen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Es gibt in beiden Fällen in der Regel einen Meinungsführer oder eine Gruppe mit Führungsanspruch. Zu Karneval das Dreigestirn (Jungfrau, Prinz und Bauer), in Unternehmen z.B. den Geschäftsführer. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Das Dreigestirn ordnet den organisierten Frohsinn an, der Geschäftsführer gibt die Ziele für das nächste Jahr vor. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Der geneigte Karnevalist folgt dem Ruf seines Dreigestirns und singt und trinkt – na ja … das hatten wir schon. Der geführte Mitarbeiter strengt sich an, gibt sein Bestes, um die gesteckten Ziele zu erreichen. &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Und hier tritt nun ein aus psychologischer Sicht interessanter Effekt auf. Wir Menschen lassen uns nämlich gerne führen oder verführen. Im Übrigen, ich bin auch kein Fan von „Wer wird Millionär“. Nichtsdestotrotz ist die Sendung seit Jahren sehr erfolgreich. Soll ich Ihnen das Geheimnis des Erfolgs verraten. Sie, der Zuschauer, versetzen sich automatisch in die Rolle des Ratenden und es kommt noch ein wichtiger Aspekt zum Tragen. Sie müssen bei dem Spiel nicht wirklich Denken. Die richtige Antwort steht garantiert da. Man muss nur wissen ob A, B, C oder D. Und im Falle eines Falles folgt man einfach der Meinung des Publikums (Masse!) oder des intellektuell überlegenen Telefonjokers. Wir werden bereits als Kinder zu diesem konformistischen Verhalten erzogen. „&lt;strong&gt;Ordne dich unter&lt;/strong&gt; – sei Teil des Ganzen – widerspreche nicht!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum soll das „auf Arbeit“ anders sein. Jemand gibt die Marschroute vor und wir laufen los. Geht die Sache schief, war niemand Schuld und jeder will von Anfang an gewusst haben, wie man es hätte besser machen können. Auf die Frage, warum der „Besserwisser“ nicht von Vornherein seine Bedenken zum Ausdruck gebracht haben, erhält man meist die Antwort „Auf mich hört doch keiner.“ Bisweilen sind es aber gerade Kollegen, die einzelne „Revolutzer“ wieder disziplinieren. „&lt;strong&gt;Ordne dich unter &lt;/strong&gt;– sonst laufen wir noch Gefahr mit dir unterzugehen.“ Kennen Sie Management by Champignons: Wer zuerst den Kopf aus der Erde steckt, wird mit Dreck beworfen oder abgeschnitten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich merke schon, eigentlich wollte ich das Thema Macht der Masse auf etwas ganz anderes beziehen. Nun ja, manchmal bin ich nicht Herr über meine Gedanken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die oben geschilderten Probleme zeigen sich auch bei neuen Kommunikationsformen, z.B. Wikis, Blogs und Podcasts, d.h. user generated content. Wer sagt eigentlich, dass die Informationen bei &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite"&gt;Wikipedia &lt;/a&gt;richtig sind? Gleichwohl wird kaum ein User die Angaben in dieser Datenbank kritisch hinterfragen, mit Ausnahme einiger aufmerksamkeitsbedürftiger "Besserwisser" - ich überziehe bewusst. Man konsumiert einfach. Wird schon stimmen! Kontrollieren dauert einfach zu lange. Nun mag das für Informationen aus Wikipedia kaum zu Problemen führen, da es sich um eine Universalenzyklopädie handelt. Doch was passiert, wenn ein Unternehmen eine Wiki-Lösung implementiert, in der das Fachwissen von Ingenieuren oder best-practices von Vertriebsmitarbeitern gespeichert werden sollen. Wer sichert hier die Informationsqualität? Ein übergeordnetes objektives Expertenteam? (Kontrolle / Governance). Eher selten. Das widerspräche dem Geiste des „Social Computing“. Meiner Erfahrung nach gewinnt der, der als Erstes eine Information erzeugt – der First Mover. Egal ob richtig, fast richtig, unvollständig oder falsch, die Konsumenten dieser Information werden davon ausgehen, dass der Autor keine Fehler gemacht hat, ja – allwissend ist. Und mit der Anwendung der Informationen kann bisweilen sogar etwas Falsches als richtig deklariert werden = &lt;/span&gt;&lt;a title="Self-fulfilling Prophecy" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Self-fulfilling_Prophecy&amp;amp;redirect=no"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Self-fulfilling Prophecy&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Der Narr hält sich für weise, aber der Weise weiß, dass er ein Narr ist.&lt;/strong&gt; William Shakespeare, (1564 - 1616)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;P.S.: Es gab eine Zeit in Deutschland, wo man Juden als schmutzig bezeichnet hat. Man sperrte Sie in Ghettos, fotografierte ihr Elend und zeigte der restlichen Bevölkerung die Bilder zur Abschreckung. Ja – Juden sind schmutzig. So dachten damals viele. Kaum einer wollte die Wahrheit wissen. Gestorben sind dadurch Millionen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-648056831337475577?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/648056831337475577/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=648056831337475577' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/648056831337475577'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/648056831337475577'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/02/die-macht-der-masse-meinungsbildung-in.html' title='Die Macht der Masse - Meinungsbildung in Unternehmen'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_H10NMhssKo8/RdV85DkyuMI/AAAAAAAAACs/bzeOJFLJY9s/s72-c/Karneval.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-2515881090621172506</id><published>2007-01-24T00:46:00.000-08:00</published><updated>2007-10-18T00:12:27.357-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kommunikation'/><title type='text'>Kundenorientierung vs. Mitarbeiterorientierung</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Sie kennen mit Sicherheit die schon zur Floskel gewordenen Sprüche der modernen Dienstleistungsgesellschaft: „&lt;strong&gt;Der Kunde ist König&lt;/strong&gt;“ oder „Der Kunde steht im Mittelpunkt unseres Handelns“. In einem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/VerkÃ¤ufermarkt"&gt;Käufermarkt&lt;/a&gt; sind solche plakativen Grundsätze mit Sicherheit eine gute Richtschnur für die Mitarbeiter und ein klares Signal an die Kunden. Und mal ehrlich – wer ist nicht froh darüber, dass viele Unternehmen, mit denen man Geschäfte macht, den Kunden als König sehen und auch so behandeln. Wer ist nicht gerne Chef im Ring, wird nicht gerne hofiert, auch wenn man in seinem Innersten weiß, dass es manchmal nur darum geht, den Schein der Kundenorientierung zu wahren, vieles nur Fassade ist, aus Angst, man könnte mit lautem Fluchen den Laden verlassen und zur Konkurrenz rennen, die in der Regel auch nur mit Wasser kocht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Was ich in der vergangenen Woche dann aber von einem Vertreter eines großen deutschen Einzelhändlers hören musste, ließ mich schon an der Sinnhaftigkeit seiner Kundenorientierung zweifeln. In diesem Unternehmen gilt das Prinzip: „Der Kunde hat immer Recht!“ Dieses Prinzip wird auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Mitarbeitern – ich hätte schon fast gesagt – indoktriniert. Also: Egal was der Kunde will, DU Mitarbeiter bist dumm, DU Mitarbeiter machst das, was der Kunde sagt. Will ich das als Kunde wirklich?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Warum gehe ich zu einem Friseur? &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Warum lasse ich mein Auto in der Werkstatt reparieren?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Warum kaufe ich meinen neuen Plasma-Fernseher bei einem Fachhändler?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Weil die Mitarbeiter dieser Unternehmen kompetent sind&lt;/strong&gt;; sie wissen was sie machen; sie sind professionell! Ich weiß es nicht oder nur zum Teil. Ich versuche mich immer noch daran, unserem kleinen Sohn die Haare selber zu schneiden – alter Geizkragen. Wenn ich ehrlich bin, beim Frisör sehe das Ergebnis zum einen besser aus, zum anderen würde der Vorgang nicht eine Stunde dauern. Aber ich habe 10 Euro gespart. Toll. Zum Glück hat unser Sohn noch kein Gefühl für einen optimalen Haarschnitt. Ich an seiner Stelle hätte schon längst protestiert und einen Profi verlangt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://bp0.blogger.com/_H10NMhssKo8/Rbcdo0TckNI/AAAAAAAAACM/6mJ50yjGx5k/s1600-h/boot%20camp%202.bmp"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5023516496427258066" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp0.blogger.com/_H10NMhssKo8/Rbcdo0TckNI/AAAAAAAAACM/6mJ50yjGx5k/s200/boot%2520camp%25202.bmp" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Den Mitarbeitern zu sagen, der Kunde hat immer Recht, heißt im Umkehrschluss die Kompetenz der Mitarbeiter zu unterschätzen. Die Konsequenzen dieses &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund_Freud"&gt;freudschen Menschenbildes &lt;/a&gt;(das Überich = Unternehmen, ich = Mitarbeiter) sind offensichtlich. Die Mitarbeiter fühlen sich in ihren Entscheidungen und ihrem Handeln nicht bestätigt, die Motivation zur Eigeninitiative geht verloren. Denn der Kunde bestimmt, was gemacht wird. Der Kunde hat immer Recht. Fast wie der Drill in US-amerikanischen Gefängnissen. Die Menschen stumpfen ab. Der Drill-Sergant schreit „Im Dreck robben!!!“ und die Häftlinge schreien nur noch abgestumpft „Jawohl Sir!!!“. (Bildquelle: &lt;a href="http://www.caica.org/"&gt;http://www.caica.org&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/Rbm-_0TckOI/AAAAAAAAACY/52LJcDvgKus/s1600-h/Zufriedenheit.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024256862889742562" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/Rbm-_0TckOI/AAAAAAAAACY/52LJcDvgKus/s200/Zufriedenheit.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Was für eine Horrorvorstellung. Für mich sieht optimale Kundenorientierung anders aus: &lt;strong&gt;Ich als Kunde habe das Recht, dass ein Unternehmen alles daran setzt, um meine Bedürfnisse nicht nur zu befriedigen, sondern meine Erwartungen überzuerfüllen. &lt;/strong&gt;Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind dafür unerlässlich und eine motivierende, da wertschätzende Kommunikation von Unternehmensrichtlinien die beste Grundlage.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-2515881090621172506?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/2515881090621172506/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=2515881090621172506' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/2515881090621172506'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/2515881090621172506'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/01/kunden-undoder-mitarbeiterorientierung.html' title='Kundenorientierung vs. Mitarbeiterorientierung'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_H10NMhssKo8/Rbcdo0TckNI/AAAAAAAAACM/6mJ50yjGx5k/s72-c/boot%2520camp%25202.bmp' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-339012400699503127</id><published>2007-01-10T05:07:00.000-08:00</published><updated>2007-10-18T00:13:53.074-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Informationsmanagement'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissensmanagement'/><title type='text'>Wikis, Blogs, Podcast - das Märchen vom süßen Brei</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;kennen Sie das Märchen vom süßen Brei? Wenn ja, können Sie den nächsten Absatz überspringen:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_sÃ¼Ãe_Brei"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Gebrüder Grimm - Der süße Brei&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Es war einmal ein armes, frommes Mädchen, das lebte mit seiner Mutter allein, und sie hatten nichts mehr zu essen. Da ging das Kind hinaus in den Wald, und begegnete ihm da eine alte Frau, die wusste seinen Jammer schon und schenkte ihm ein Töpfchen, zu dem sollt es sagen: »Töpfchen, koche«, so kochte es guten, süßen Hirsebrei, und wenn es sagte: »Töpfchen, steh«, so hörte es wieder auf zu kochen. Das Mädchen brachte&lt;a href="http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/RaTmCUo_wQI/AAAAAAAAABs/bSDA1wzzD8M/s1600-h/der-suesse-brei.jpg"&gt;&lt;/a&gt; den Topf seiner Mutter heim, und nun waren sie ihrer Armut und ihres Hungers ledig und aßen süßen B&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" style="FONT-FAMILY: arial" href="http://bp3.blogger.com/_H10NMhssKo8/RaTjGko_wOI/AAAAAAAAAA4/r2jF_waxvGk/s1600-h/der-suesse-brei.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;rei, sooft sie wollten. Auf eine Zeit war das Mädchen ausgegangen, da sprach die Mutter: »Töpfchen, koche«, da kocht es, und sie isst sich satt; nun will sie, dass das Töpfchen wieder aufhören soll, aber sie weiß das Wort nicht. Also kocht es fort, und der Brei steigt über den Rand hinaus und kocht immerzu, die Küche und das ganze Haus voll und das zweite Haus und dann die Straße, als wollt's die ganze Welt satt machen, und ist die größte Not, und kein Mensch weiß sich da zu helfen. Endlich, wie nur noch ein einziges Haus übrig ist, da kommt das Kind heim und spricht nur: »Töpfchen, steh«, da steht es und hört auf zu kochen, und wer wieder in die Stadt wollte, der musste sich durchessen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Haben Sie nicht auch das Gefühl, dass viele Unternehmen (Mutter) – unterstützt durch Softwareanbieter oder IT-Berater (Tochter) – Technologien zur Unterstützung der internen Kommunikation und des Wissensmanagements einführen (Topf). Als Beispiele für solche Töpfe wären hier nur Blogs, Wikis und Podcasts zu nennen. Und ist es nicht in der Praxis so, dass Unternehmen zwar wissen, wie sie die Technologien zum Laufen bringen, dann aber mehr oder weniger die Kontrolle darüber verlieren und ihnen die Informationen (süßer Brei) sinnbildlich aus den Ohren rausquillt (s. erster Blog).&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" style="FONT-FAMILY: arial" href="http://bp3.blogger.com/_H10NMhssKo8/RaTjako_wPI/AAAAAAAAABA/no2RcYPO0Ug/s1600-h/Geister.png"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://bp3.blogger.com/_H10NMhssKo8/RaTmSko_wRI/AAAAAAAAAB0/DrylQKMTCW4/s1600-h/Geister.png"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5018389091545235730" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://bp3.blogger.com/_H10NMhssKo8/RaTmSko_wRI/AAAAAAAAAB0/DrylQKMTCW4/s200/Geister.png" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Lassen Sie mich hierzu folgendes Beispiel geben: Auf der Knowtech 2006 stellten Vertreter von Siemens den Siemens Mitarbeiter-Weblog vor. Neben durchaus unternehmensrelevanten Themen fand sich – soweit wie ich mich erinnern kann – auch ein Eintrag mit der Überschrift „Powerpoint Krankheiten“. Als hätten die Referenten es geahnt, dass ich nach weiteren skurrilen Einträgen fragen würde, kam bei der Erläuterung des Screenshots der Hinweis, dass im Sommer 2006 auch ein Weblog zur Fußball Weltmeisterschaft bestand, der erst vor kurzem geschlossen wurde. Leider blieb keine Zeit, um nach dem unternehmerischen Nutzen solcher Einträge zu fragen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Hier gilt der Spruch aus Goethes Zauberlehrling: „Die Geister die ich rief, werd` ich nun nicht los". (Bildquelle: Google Bilder) Die Technologien sind da, aber es fehlt die Kontrolle, neudeutsch: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Governance"&gt;Governance&lt;/a&gt;. Konsequenzen: Jeder Mitarbeiter wird motiviert, aufgefordert oder fühlt sich verpflichtet, sein Wissen mit anderen zu teilen, in dem er ALLES ausspeichert, was nach seiner Meinung anderen oder vielleicht auch nur ihm selber Nutzen stiftet, und sei es die Anerkennung der Kolleginnen und Kollegen. Ich sehe die Einträge unter der Rubrik „Powerpoint Krankheiten“ direkt vor meinem geistigen Auge.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Sind mehr als 20 Bulletpoints pro Folie sinnvoll?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Reicht ein Bild auf einer Folie aus?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;A&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;b welcher Schriftgröße kann man in 5 Metern Entfernung nichts mehr erkennen?&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Und damit das Prinzip der Freiwilligkeit und des Fair Play – propagierter Grundgedanke einer Community – gewahrt bleibt, greift man in das Geschehen nicht ein und lässt die Mitarbeiter gewähren. So stehen Unternehmensstatistiken und vertriebliche Best Practice Beispiele neben der Kritik am Präsentationsstil von teuren Beratern und den Ergebnissen des letzten Spieltags der Bundesliga. Schön, das es noch Unternehmen wie Siemens gibt, die ihren Mitarbeitern soviel Gutes tun.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Das die oben genannten Technologien nur dann einem Unternehmen Nutzen stiften, wenn sie zumindest in einem gewissen Umfang kontrolliert werden, steht auch nach Ansicht von Larry Sanger, Mitgründer von Wikipedia außer Zweifel. Erst vor kurzem habe ich hierzu einen Kommentar gelesen: (Quelle Spiegel Online, „Wikipedia-Gründer fordert Wikipedia heraus“ vom 17. Oktober 2006). Dort findet sich folgende Passage: „Wikipedia war wiederholt wegen schwerwiegender Fehler in einzelnen Artikeln in die Schlagzeilen geraten. … Sanger will, dass sich die Citizendium-Community eine eigene Charta schafft: eine Art Leitbild, in der Ziele, Umgangsregeln und Rechte der Mitglieder geregelt werden. Aufpasser sollen die Einhaltung der Charta überwachen und im Extremfall auch Mitglieder ausschließen, die sich nicht daran halten. Artikel in Citizendium sollen wie in Wikipedia grundsätzlich von jedermann bearbeitet werden können. Allerdings will Sanger dies nur registrierten Nutzern erlauben. Diese müssten sich außerdem mit ihrem wirklichen Namen und einer gültigen E-Mail-Adresse anmelden. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Also: Gilt der Grundsatz "Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser" ?! Das Maß an Kontrolle ist der Kasus Knaxus. Zuviel und die Mitarbeiter verlieren die Lust, zu wenig und der Topf quillt über. Ein nach meinem Empfinden sinnvolles und vor allem pragmatisches Vorgehen hat ThyssenKrupp bereits 2004 auf der Knowtech vorgestellt: (Quelle: Müllhoff: Ein Konzern will wissen, was er weiß, in: Gronau / Petkoff / Schildauer: Wissensmanagement – Wandel, Wertschöpfung, Wachstum. Tagungsband, S. 45-53, 2004, München)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Themenspezifisches Wissen wird Wissensshops zusammengefasst. Ein Wissensshop wird durch Etagen, Räume, Regale und Ordner strukturiert. Jeder Wissensshop wird durch einen Shop-Besitzer betreut. Er legt fest, wer auf welche Informationen Zugriff erhält bzw. Informationen einstellen darf. In den Wissensshops können Fragen gestellt, Themen diskutiert und Know-how Träger identifiziert werden.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Um die einzelnen Wissenshops miteinander (semantisch) zu vernetzen und inhaltliche Abhängigkeiten bzw. Zusammenhänge zu visualisieren, werden thematisch verwandte /nahestehende Wissenshops zu Straßen und Vierteln zusammengefasst.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Mehrere Straßen und Viertel bilden eine Wissensstadt. Jeder Wissensstadt steht ein „Bürgermeister“ vor. Dieser entscheidet über die Aufnahme von neuen Wissensshops.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Mehrere Wissensstädte bilden ein Wissensland mit einem „Kanzler“ als Eskalationsstufe bei Interessenskonflikten.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Die Summe der Wissensländer bildet die Wissenswelt des Unternehmens ab.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Resümee: Man sollte im Unternehmen immer jemanden haben, der die Zauberformel für Blogs, Wikis und Podcasts kennt:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Töpfchen, steh!&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Oder&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;In die Ecke, Besen! Besen! Seids gewesen! Denn als Geister ruft euch nur, zu seinem Zwecke, erst hervor der Alte Meister.&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-339012400699503127?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/339012400699503127/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=339012400699503127' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/339012400699503127'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/339012400699503127'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2007/01/wikis-blogs-podcast-das-mrchen-vom-sen_9324.html' title='Wikis, Blogs, Podcast - das Märchen vom süßen Brei'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_H10NMhssKo8/RaTmSko_wRI/AAAAAAAAAB0/DrylQKMTCW4/s72-c/Geister.png' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-3733493869569393653</id><published>2006-12-12T23:22:00.000-08:00</published><updated>2008-03-01T03:09:02.023-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Querdenker'/><title type='text'>Zeit zum Reden</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;endlich habe ich es geschafft, den Blog Prozess- und Informationsmanagement zu aktualisieren. In der Weihnachtszeit ist das gar nicht so einfach. Jeder ist im Stress. Zum Glück ist das Jahresende in Sicht und dann - so hoffe ich - werden hier mit zunehmender Regelmäßigkeit neue Beiträge zu finden sein. Also bevor ich es vergesse: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: center;font-family:arial;" &gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold;font-family:arial;" &gt;Ich wünsche Ihnen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2007.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Vor einigen Wochen hatte ich Gelegenheit, die &lt;/span&gt;&lt;a style="FONT-FAMILY: arial" href="http://www.iw-live.de/wissen/start/index.php?page=1"&gt;Knowtech&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; in München zu besuchen. Für mich nun schon das 3. Mal hat diese Veranstaltung wieder einmal meine Sicht auf das Thema Wissens- und Informationsmanagement bestätigt. Gleich zu Beginn wurde eine Key Note von einem Vertreter der Firma S.Oliver gegeben. Und da waren sie wieder, die schier unglaublichen Zahlen, vom Megabyte zum Gigabyte auf der nach oben offenen WSA-Skala (wir-speichern-alles). Vorgestellt wurde in diesem Zusammenhang auch eine "Kleinstlösung" für mobile Vertreter des Unternehmens. Auf den Rechnern, so der Vortragende, wäre allerdings nur ein Teil der Gesamtdaten zu finden. Daraufhin die Frage von einem der Zuhörer, ob die "wenigen" Megabyte denn zum Arbeiten ausreichen würden. Die Antwort: "Ja, aber ..."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In einer der Foren der Knowtech ein ähnliches Bild. Gerade wird darüber diskutiert, wie man am besten die Methode des &lt;/span&gt;&lt;a style="FONT-FAMILY: arial" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Storytelling_(Methode)"&gt;Storytelling&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; im Unternehmen einsetzen kann, schon fragt jemand, ob es nicht besser wäre, solche persönlichen Geschichten irgendwo im Intranet eines Unternehmens abzulegen. Dann müßte man sie nicht mehr erzählen, was eh zu viel Zeit kostet, und jeder im Unternehmen (global gedacht) könnte die Geschichte sofort lesen. Alles viel effizienter! Aber auch effektiv, also wirkungsvoll?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich glaube, hier liegt der Casus Knaxus. Wir sind nicht nur, was unseren Umgang mit Informationen betrifft, wieder auf der evolutorischen Stufe der Jäger und Sammler angelangt (siehe 1. Post); wir haben es außerdem verlernt, miteinander zu reden, wirklich zu kommunizieren. Die zwischenmenschlichen Beziehungen werden heute weitgehend virtualisiert: E-Mail, Podcasts, Blogs (ok - ich geb es zu, diese Technologien haben auch gute Seiten), SMS usw.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" style="FONT-FAMILY: arial" href="http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/RX-0m-TWkQI/AAAAAAAAAAM/2udKhtrEDGI/s1600-h/190645133_ee553a7f1a_m.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5007919892311478530" style="FLOAT: left; MARGIN: 0pt 10px 10px 0pt; CURSOR: pointer" alt="" src="http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/RX-0m-TWkQI/AAAAAAAAAAM/2udKhtrEDGI/s320/190645133_ee553a7f1a_m.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Hierzu eine kleine Anekdote. Schon seit langem frage ich mich, wozu man SMS eigentlich braucht. In der Regel ist ein Anruf viel preiswerter und das Ergebnis klarer. "Schatz, ich komme gegen 19:00 Uhr. Oh, der Besuch ist schon da! Ja, ich beeile mich." Kurz, prägnant, jeder weiß bescheid. Nichtsdestotrotz beobachte ich in meinem privaten und beruflichen Umfeld vor allem Frauen (siehe Bild - gab es lizenzfrei bei Google Bilder - wie war das mit Informationsmüllhalden???), die nichts lieber tun, als zu SMSen. Gut, sie sind damit fast genauso schnell wie ich mit meinem Anruf. Unglaublich, dass man sein wertvolles Leben dazu verwenden kann, um zu lernen, wie man innerhalb von 1 Minute auf einer Telefontastatur 20 Wörter bzw. Abkz., oh ich meinte Abkürzungen, schreibt. Was die Affinität der Frauen zu SMS betrifft hatte ich eine Theorie. Kennen Sie das noch: Zettelchen schreiben und Poesie-Alben befüllen. Zumindest während meiner Schulzeit eine "Mädchensache". Für mich lag der Schluss nahe, dass diese Aktivitäten in SMS eine technologisch unterstützte Fortsetzung gefunden haben. Doch weit gefehlt. Als ich diese Theorie mit meinen Kolleginnen teilte, wurde mir bestätigt, dass man vor allem deswegen SMS schreibt, um nicht sofort mit der Reaktion des Informationsempfängers umgehen zu müssen. Bloß nicht seinen oder ihren Gesichtsausdruck sehen oder auf Rückfragen reagieren müssen - Horrorvorstellung. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dinge&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" style="FONT-FAMILY: arial" href="http://bp1.blogger.com/_H10NMhssKo8/RX-69uTWkSI/AAAAAAAAAAc/qNMwtY-xPkI/s1600-h/01tow.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; ausdisktutieren, mal richtig die Fetzen fliegen lassen, um am Ende einen Kompromiss oder besser noch Konsens zu erzielen, das ist nach meinem Dafürhalten echte Kommunikation. Doch wo findet man noch echte Kommunikation? Heute fehlt in der Regel die Zeit dafür oder man nimmt sie sich nicht. Hinzu kommt die "Angst" davor, miteinander zu reden&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, zu argumentieren, seine Meinung zu begründen &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="COLOR: rgb(0,0,0);font-family:new gothic nt;font-size:85%;"  &gt;(&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Angst vor den Menschen: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;a title="Anthropophobie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anthropophobie"&gt;Anthropophobie&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="COLOR: rgb(0,0,0);font-family:new gothic nt;font-size:85%;"  &gt; - &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wikipedia sei Dank&lt;/span&gt;)&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;, sich&lt;/span&gt;erlich auch ein Grund für die anonymisierten Informationsmüllhalden in den Intranets vieler Unternehmen. Schnell was geschrieben, liest eh keiner, und ab damit. "(S)hit and run" oder in Militärkreisen auch "fire and forget", wobei solche Waffen in der Regel bzw. mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit das Ziel treffen und vernichten. Im bildlichen Sinne kann das auch Ergebnis unpersönlicher Kommunikation sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold;font-family:arial;" &gt;Status Quo: "Ich schreibe, also bin ich"&lt;br /&gt;Meine Vision: "Ich rede, also wirke ich". &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Jetzt, wo Weihnachten vor der Türe steht, hoffe ich, dass Sie Zeit zum Reden finden oder sich Zeit zum Reden nehmen. Fangen Sie am besten in Ihrer Familie damit an. Frohes Fest!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.:Kennen Sie das Märchen vom süßen Brei? Wenn nein, seien Sie gespannt auf den nächsten Post, denn dieses Märchen ist Realität.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-3733493869569393653?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/3733493869569393653/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=3733493869569393653' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/3733493869569393653'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/3733493869569393653'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2006/12/zeit-zum-reden.html' title='Zeit zum Reden'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_H10NMhssKo8/RX-0m-TWkQI/AAAAAAAAAAM/2udKhtrEDGI/s72-c/190645133_ee553a7f1a_m.jpg' height='72' width='72'/><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7339109815821548367.post-5720238708558429134</id><published>2006-11-30T01:26:00.000-08:00</published><updated>2007-10-18T00:11:04.220-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Informationsmanagement'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wissensmanagement'/><title type='text'>Von Jägern und Sammlern</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" style="FONT-FAMILY: arial" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger2/6991/895887428689153/1600/76759/Evolution.png"&gt;&lt;img style="FLOAT: right; MARGIN: 0pt 0pt 10px 10px; CURSOR: pointer" alt="" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger2/6991/895887428689153/320/576690/Evolution.png" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Liebe Leser,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Menschen gelten als Krönung der Evolution (Bildquelle: unbekannt) . Gleichwohl haben sie viele Eigenschaften ihrer genetischen Vorfahren bis heute nicht abgelegt. Wir haben als &lt;/span&gt;&lt;a style="FONT-FAMILY: arial" href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%A4ger_und_Sammler"&gt;Jäger und Sammler&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; begonnen, wichtige Dinge für Zeiten des Mangels einzulagern. Das steckt uns im wahrsten Sinne im Blut, wir können es einfach nicht lassen. Frauen sammeln Schuhe, Männer Briefmarken oder Bierdeckel. Gut, Vorsorge oder Existenzsicherung spielt hierbei sicherlich eine untergeordnete Rolle. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Aber auch Unternehmen - i.d.R. eine organisierte Menschenmenge - sammeln, ja horten völlig undifferenziert seiten- bzw. megabyteweise Informationen, vom Speiseplan bis hin zu gesetzlichen Vorgaben. 'Man weiß ja nie, vielleicht wird diese Information noch einmal benötigt.' All diese Informationsmüllhalden wurden in den letzten Jahren auch noch elektronifiziert (aus Schrankware wird Software) und finden sich heute in den Intranets der Unternehmen wieder. Mitarbeiter, die nach einer konkreten Problemlösung suchen, werden von der Fülle der Treffer erschlagen, regelrecht zugemüllt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wer hätte da nicht gerne eine Filterfunktion mit dem Namen "&lt;/span&gt;&lt;a style="FONT-FAMILY: arial" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orakel_von_Delphi"&gt;Orakel von Delphi&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;". Immer die richtige Weissagung. Was man da an Zeit und damit Geld sparen könnte (ca. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="O" shape="_x0000_s1026"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span lang="DE-CH"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;40 % - 60 %&lt;/span&gt; der Arbeitszeit entfallen auf die &lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Suche&lt;/span&gt; nach Informationen)&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;?! Heute stehen Anbieter von Suchalgortihmen und semantischen Technologien (semantic web oder web 2.0 lässt grüßen) in der Tür und verkünden die frohe Botschaft: "Ihr Unternehmen braucht nur das richtige Tool - Arbeitstitel: "Orakel Light". Damit sehen sie das Wichtige immer zuerst - es ist nur noch einen Mausklick entfernt. Der Rest wird 'nach hinten' priorisiert, ungefähr auf die Seiten 10 ff ihrer Suchergebnisanzeige." Ja, aber wer entscheidet, welche Informationen für ein Unternehmen wichtig sind? Kunden, Mitarbeiter, das Management oder vielleicht Softwaredienstleister? Und warum wird weniger wichtige oder besser unwichtige Information überhaupt zugänglich gemacht bzw. (elektronisch) archiviert? Gut, auch Hersteller von Festplatten wollen Geld verdienen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Unter dem Druck neuer Informationstechnologien neigt man dazu, alle Probleme als Probleme des Nichtwissens zu deuten. Doch Sinnfragen lassen sich nicht mit Informationen beantworten. Karl Weick schreibt 'das Problem ist Verwirrung, nicht Nichtwissen'" (zit. nach Bolz 2002, S. 205)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dieses Zitat, welches ich in dem Buch "&lt;/span&gt;&lt;a style="FONT-FAMILY: arial" href="http://www.amazon.de/Neuorientierung-Wissensmanagements-J%C3%BCrgen-Howaldt/dp/382440768X/sr=11-1/qid=1164886306/ref=sr_11_1/028-5124827-6192550"&gt;Neuorientierung des Wissensmanagements&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;" von Howaldt, Klatt und Kopp gefunden habe, soll in den nächsten Wochen Ausgangspunkt für einen Exkurs zum Thema "vom Suchen zum Finden - Wissensmanagement 2.0" sein. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich lade Sie herzlich ein, sich mit Kommentaren und Beiträgen an der z.T. ironischen jedoch zugleich kritischen Diskussion zu beteiligen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Prozess- und Informationsmanagement&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7339109815821548367-5720238708558429134?l=knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/feeds/5720238708558429134/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=7339109815821548367&amp;postID=5720238708558429134' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/5720238708558429134'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7339109815821548367/posts/default/5720238708558429134'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://knowledgeandinformationmanagement.blogspot.com/2006/11/liebe-leser-menschen-gelten-als-krnung.html' title='Von Jägern und Sammlern'/><author><name>Dr. Jan Hachenberger</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07326126698813661431</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='17111885092980772363'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></entry></feed>