Liebe Leser,
kennen Sie "Management by Champignons"? Ja Sie lesen richtig "Champignons", nicht "Champions". Letzteres wäre mit Sicherheit eine super Sache. Wir selber sind alle Champions oder werden von solchen geführt. Gar nicht auszudenken, wie es mit Deutschland aufwärts gehen würde. China zieh dich warm an, Deutschland ist auf dem Vormarsch. Wir sind so gut wie unsere Olympiamannschaft. Da mussten wir unsbei den letzten Winterspielen in Vancouver im Medaillienspiegel nur Kanada geschlagen geben. Sei es Kanada an der Stelle gegönnt - als Gastgeberland.
Nein, um das nochmal klar zustellen. Es geht nicht um Champions, es geht um Champignons, also den Pilz siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Champignons). Sie wissen schon, der weiße Zuchtpilz, der auf Mist wächst, allerdings für mich im gebratenen Zustand nicht nach Mist schmeckt, sondern eine leckere Beilage darstellt. Was hat nun dieser unschuldige Pilz mit Führungsmethoden gemein, von denen man in der Regel Mangement by Objectives (Führen mit Zielen), Managment by Exception (Führen in Ausnahmesituationen) und Mangement by Delegation (Führen durch Verantwortungsdelegation) kennt. Nach meiner Erfahrung ziemlich viel. Bei der Führung geht es um Menschen und eben um ihre Führung. Ob Sie es glauben wollen oder nicht ... Menschen sind wie Champignos oder besser wie Pilze - und Führungskräfte wie Champignonbauern.
Was macht so ein Champignon. Ohne ins Detail gehen zu wollen und mit Sicherheit nicht fehlerfrei beschrieben - denn ich bin bei weitem kein Botaniker oder Biologe - der Lebenszyklus eines Pilzes: Das Myzel (der eigentliche Pilze) wächst im Erdreich - je nährstoffreicher desto besser. Der ganzen Wachserei ist der Pilz irgendwann überdrüssig und bildet einen Fruchtkörper - das was man gemeinhin als Pilz bezeichnet. Dieser Fruchtkörper hat einen wesentlichen Zweck. Er dient - wenn er vollständig ausgereift ist - als Startrampe für die Pilzsporen. Vermehrung und weiteres Wachstum. Soweit so gut.
Denken wir an die zu führenden Menschen. Sehr oft habe ich es erlebt, dass Mitarbeiter in einer fruchtbaren Umgebung aufwachsen und sich über kurz oder lang weiterentwickeln wollen. Sie stecken ihren Kopf durch das Erdreich und signalisieren: "Hier bin ich!". Was macht in dem Moment der Vorgesetzte: Als guter Champignonbauer bewirft er den Pilz, äh - ich meine Mitarbeiter, mit Mist ("Du bist noch nicht gut genug. Du hast Defizite." - Denken Sie gerade an Ihre letzte Leistungsbeureilung?). Warum? Natürlich, damit der Mitarbeiterpilz noch größer wird. Der Mitarbeiterpilz ist nicht wirklich sauer und denkt sich, klar - da geht noch was, strengt sich an und wächst weiter. Wieder wird der Kopf durch den Mist gesteckt. "Hallo, hier bin ich wieder - schöner, größer - schaka du schaffst es! Leider vergebens. Denn jetzt greift der Champignonmanager zu Messer und schneidet den Mitarbeiterbeiterpilz den Kopf ab. Schnipp! Das ist nun der Dank. Man landet nach all der Anstrengung im Supermarkt und später in der Pfanne. Was für ein trostloser Abgang ... keine unbegrenzte Vermehrung, kein Dank, kein Geld. So ein Mitarbeiterpilz ist echt ein armer Tropf.
Wie kann sich so ein Mitarbeiterpilz vor diesem drohenden Ungemach schützen, zumindest Pilze in der freien Natur? Champignons sind nämlich an sich extrem dämliche Pilze. Sie werden in dunkler humushaltiger Erde gezüchtet und bilden weiße Fruchtkörper. Hallo!!! - weiß und schwarz? Auffälliger geht es doch wirklich nicht. So ein Wald- und Guerillapilz der macht das anders. Der tarnt sich oder macht sich klein. Nur nicht auffallen, ja nicht der beste sein, am besten noch ein bisschen giftig, damit einem niemand den Kopf abschneidet und man in der Pfanne landet. Was sind Sie eigentlich, Champignon oder Waldpilz? Welcher Mitarbeiterpilz wäre für ein Unternehmen wohl am besten? Meiner Meinung nach der Champignon, klingt ja auch irgendwie wie Champion. Aber Vorsicht vor dem Messer!!!
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen